Lüders (Rabt.)

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • Luxeuil in Luxeuil-les-bains
  • lat.: Luxovium oder Lussovium


Die Benediktiner-Abtei Lüders ist eine Reichsabtei am Wasgenwald.


Lage

Geschichte

Der hl. Kolumban von Luxeuil gründete um 590 das Kloster Luxovium, wurde aber 610 von Teuderich, dem König von Auster und Burgund vertrieben, floh nach Italien und gründete dort das Kloster Bobium, halberwege zwischen Genua und Piazenza. Unter seinen Nachfolgern Eustasius und Waldebert erlebte Luxeuil einen Aufschwung und war Ausgangspunkt für die Missionierung der Baiern durch Eustasius und Agilus. 662 wurde das Kloster Corbie von Lüders aus besiedelt.

Nach der Zerstörung des Klosters 732 durch die Sarazenen wurde es als Benediktinerabtei von Karl dem Großen wiederhergestellt. Von der Plünderung durch die Wikinger im 9. Jahrhundert erholte sich das Kloster rasch. Bis 1594 waren die Äbte auch Landesherren. 1790 wurde das Kloster von gottlosen Linken aufgehoben. Die 1330 fertiggestellte Abteikirche St. Kolumban ist jetzt Pfarrkirche; sie weist einen barocken Orgelprospekt (1617–1680) und eine Kanzel von 1806 auf, die aus Notre-Dame in Paris stammt.

Um 670 wurden in Lüders wahrscheinlich zum ersten Mal Minuskeln in Handschriften verwendet. Am bekanntesten ist das aus dieser Zeit stammende Lektionar von Lüders.

Äbte

  • Columban, um 590–610
  • Eustasius, 615–625
  • Waldebert, 625–670
  • Ansegis, 817–822
  • Drogo, Sohn Karls des Großen, 820–855 (Karolinger)


Verweise