Lakebrink, Bernhard

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  • * 5. August 1904 in Asseln bei Paderborn
  • † 7. Februar 1991 in Paderborn


Bernhard Lakebrink war ein römisch-katholischer Philosoph.


Leben

Bernhard Lakebrink war ein römisch-katholischer Philosoph. Er widersetzte sich durch Mitarbeit an den gegen Alfred Rosenberg gerichteten Studien zum Mythus des 20. Jahrhunderts 1934 der Vereinnahmung der mittelalterlichen Philosophie und Theologie, besonders Meister Eckarts, durch die nationalsozialistische Ideologie.

Klassische Metaphysik

Hier werden Joseph Marechal und Karl Rahner kritisiert. Beide seien Vertreter eines subjektiven oder transzendentalen Idealismus, der mit dem biblischen Schöpfungsbegriff nicht zu vereinbaren ist, weil er den Menschen verabsolutiert. Dieser Idealismus ist die schleichende Krankheit unserer Zeit, die tief in die Welt der katholischen Theologie eingebrochen ist und eine Atmosphäre der Unsicherheit geschaffen hat.

Mit Tomas von Aquin und Hegel argumentierte Lakebrink gegen Kant und die moderne Theologie. "Die unübertreffliche Kritik Hegels" am Idealismus Kants sei in der modernen Theologie "offenbar niemals angekommen, sonst wäre es nicht möglich gewesen, daß jener paradoxe Versuch unternommen wurde, den klassischen Thomismus in die dünne Luft des Kantianismus zu transponieren, die hl. Metaphysik des hl. Tomas von Aquin dem transzendentalen Kritizismus buchstäblich aufzuopfern."

Lakebrink ging es um eine Metaphysik, die sich niemals wandelt. Die Theologie habe die Aufgabe, den Schatz der Dogmen aus den Wassern der Geschichte heraus- und über sie emporzuhalten, damit sie ihn bis zum Jüngsten Tag herüberrette.

Lakebrink betont den Vorrang der Ungeschichtlichkeit vor der Geschichtlichkeit, den Vorrang der "Unzeit" vor der Zeit. Man müsse einsehen, daß alle Geschichte nur möglich ist auf dem Boden von Ungeschichtlichkeit. Das "Wesenhaft-Feste in Sein und Erkennen" dürfe nicht in die Geschichtlichkeit menschlichen Daseins hineingerissen werden.

Die Wahrheit in Bedrängnis

In diesem Buch finden wir eine profunde Analyse der letzten philosophischen Ursprünge und Denkmotive der modernistichen Theologie unserer Zeit, namentlich der Pseudo-Päpste des "Pastoralkonzils". Es werden nicht nur die philosophischen Ideen entfaltet, sondern ihre verhängnisvollen Auswirkungen auf das Leben der Kirche aufgezeigt. Karl Rahner wird für den revolutionären Bewußtseinswandel in Philosophie und Theologie und für die Geistesverwirrung in der Kirche verantwirtlich gemacht.

Werke

  • Zum Eckehart-Problem. In: Studien zum Mythos des XX. Jahrhunderts. Köln 1934. Zusammen mit Prof. Neuss in Bonn und Dr. Josef Steinberg im Auftrage des Bischofs von Münster, des Grafen von Galen, erschienen. Diese zerstörten den Mythos des 20. Jahrhunderts so gründlich wie keine andere Arbeit derer im Exil, schreibt Ludwig Markuse in Mein 20. Jahrhundert 1963.
  • Der Lateinische Gedanke und die deutsche Subjektivität. 1946
  • Hegels dialektische Ontologie und die thomistische Analektik. Köln 1955.
  • Klassische Metaphysik. 1967
  • Europäische Idee der Freiheit. 1968
  • Studien zur Metaphysik Hegels. Widerlegung der Phil./Dialektik Hegels. Rombach, Freiburg 1969.
  • Kommentar zu Hegels "Logik“ in seiner "Enzyklopädie“ von 1830. Alber, Freiburg, München
  • Die Wahrheit in Bedrängnis. Kardinal Siri und der neue Glaube. Stein am Rhein 1986

Verweise


Einzelnachweise