Lausitz

Aus Monarchieliga
Version vom 9. November 2017, 12:00 Uhr von Mm54 (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Die Lausitz ist ein deutsches Land in Mitteldeutschland.


Geografische Lage

Die Lausitz liegt in Mitteldeutschland zwischen Schlesien, Böhmen, Sachsen und Brandenburg. Die Lausitz ist im Osten durch den Verlauf der Flüsse Bober und Queis begrenzt. Die Grenze folgt im Weiteren etwa der Verbindungslinie der Städte Marktlissa, Neustadt, Kratzau, Deutsch Gabel, Steinschönau, Kreibitz, Nixdorf, Sebnitz, Neustadt, Bischofswerda, Königsbrück, Ortrand und Lauchhammer.

Der weitere Grenzverlauf entspricht etwa den Flüssen Schwarze Elster, Dahme und Spree, sodann der Verbindungslinie von Beeskow nach Fürstenberg/Oder. Von Eisenhüttenstadt aus ist die Nordgrenze der Lausitz die Oder bis Krossen und dem Bober.

Die Lausitz unterteilt sich in zwei landschaftlich recht unterschiedliche Teile, die Ober- und Niederlausitz. Grenze zwischen Nieder- und Oberlausitz ist etwa die Linie Falkenberg - Finsterwalde - Großräschen - Spremberg - Muskau - Sorau - Sagan.

Nieder- und Oberlausitz

Ursprünglich, das heißt im 10. Jahrhundert, trug nur die Niederlausitz den Namen "Lausitz". Im Laufe von etwa 500 Jahren migrierte der Name der Lausitz nach Süden bis nach Böhmen hinein. Auch Teile der ehemaligen Mark Meißen wurde nun Lausitz genannt. Da die Mark Meißen höher liegt, bürgerte es sich ein von der Nieder- und de Oberlausitz zu reden. Etwa seit dem 16. Jahrhundert ist von "den Lausitzen" die Rede.

Kreise und Städte

Die Kreise und Städte der Lausitz erschließen sich u.a. über die Dateien Oberlausitz und Niederlausitz

Geschichte

In der Frankenzeit siedelten in der Niederlausitz die Lusizen, in der Oberlausitz die Milzener, zwei ostgermanische Völker.

König Heinrich I. gelang es in seinen Kriegszügen zwischen 920 und 930, beide Lausitzen an das Deutsche Reich anzuschließen. Diese Eingliederung wurde von König Otto I. vollendet. Er errichtete eine sächsische Ostmark, die vom Markgraf Gero verwaltet wurde. Bereits 30 Jahre später wurde diese Ostmark in fünf Teilmarken gegliedert, unter ihnen die Marken Lausitz und Meißen.

Noch Jahrhunderte nach der Auflösung der eigentlichen Ostmark, wurde die Mark Lausitz gelegentlich als "Ostmark" bezeichnet. Sie wurde während der Jahrhunderte durch verschiedene sächsische Adelsgeschlechter verwaltet, darunter die Wettiner. Erster Markgraf der Mark Lausitz wurde Hodo, der die Mark im Namen des deutschen Königs bis 993 verwaltete.

Die Sicherung der Lausitz übernahmen Burgen wie die Ortenburg in Bautzen, die Burg von Doberschau und die Burg von Göda. Im Jahre 1002 erwähnte Tietmar von Merseburg erstmals die Stadt Bautzen.

Kirchlich wurde die Oberlausitz dem 968 gegründeten Bistum Meißen zugeordnet. Im Jahr 1007 erhielt das Bistum die erste Schenkung im Milzenerland, die Burgen Ostrusna (vermutlich Ostritz) und Godobi (Göda). Für 1091 ist eine weitere Schenkung an die Meißner Kirche bezeugt. Kaiser Heinrich IV. übereignete ihr fünf weitere Dörfer im Gau Milsca (Milzenerland), vier davon südlich von Göda.

Trivia

Die Stadt Spremberg war von 1871 bis 1920 geographischer Mittelpunkt des Deutschen Reiches (!!!). Ein Gedenkstein im Ort gibt Auskunft darüber.

Verweise


Einzelnachweise