Lefebvre, Marcel

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  • Marcel François Marie Joseph Lefebvre
  • * 29. November 1905 in Torkonje in Flandern
  • † 25. März 1991 in Martigny


Marcel Lefebvre war der Begründer der FSSPX.


Leben

Marcel Lefebvre wurde im Jahre 1905 nahe Reißel in Flandern geboren. Nach Abschluß der Volksschule trat er in das Seminar Santa Chiara in Rom ein und studierte sodann Theologie und Philosophie. Er wurde zum Doktor der Philosophie und der Theologie promoviert.

Am 21. September 1929 wurde Lefebvre in der Kapelle Unsere Liebe Frau vom Heiligen Herz In Reißel von Bischof Achille Lienart zum Priester geweiht. Nach kurzem Wirken als Pfarrer trat er in die Kongregation der Väter vom Heiligen Geist ein und wandte sich als Missionar nach Afrika.

Am 18. September 1947 wurde er in seiner Geburtspfarre „Unsere liebe Frau“ in Torkonje wiederum von Bischof Achille Lienart in Gegenwart weiterer Bischöfe zum Bischof geweiht. Wenig später wurde er Bischof von Dakar, 1955 Erzbischof von Dakar.

Gültigkeit seiner Weihen

Lefebvre hat selbst am 27. Mai 1976 in Montreal in Kanada bestätigt, daß er von dem Freimaurer Achille Lienart zum Priester und zum Bischof geweiht wurde. Es gibt Hinweise auf die Freimaurer-Mitgliedschaft Lefebvres. Die Gültigkeit der Weihen Lefebvres wurden angezweifelt. Lefebvre verweigerte die bedingungsweise Weihe zum Priester und Bischof.[1]

Gründung der FSSPX

Lefebvre hat alle häretischen Neuerungen der Räubersynode mitgetragen und mit unterzeichnet. Erst die „nachkonziliaren Reformen“ Montinis bewirkten eine Neuorientierung, so daß er zum Führer des traditionalistischen Widerstands aufgebaut werden konnte. Im Jahre 1969 gründete er die Priesterbruderschaft St. Pius X. 1976 wurde er wegen Priesterweihen ohne Weiheentlaß-Schreiben suspendiert, 1988 behauptete die Vatikanum-II-Gemeinschaft unter der Führung von Karol Wojtyla, Lefebvre sei wegen vier nicht genehmigter Bischofsweihen exkommuniziert, was jedoch weder nach dem tatsächlichen Kirchenrecht von 1917 noch nach dem Codex der Neo-Modernisten von 1983 der Fall war. Bischofsweihen ohne päpstliche bzw. scheinpäpstliche Genehmigung sind eine disziplinarische Angelegenheit, jedoch kein in sich schismatischer Akt, wie es von der Vatikanum-II-Gemeinschaft hingestellt wurde.

Freimaurer

Econe war so stark freimaurerisch beeinflußt, daß es fast unvorstellbar ist, daß Levebvre und seine wichtigsten Mitstreiter nicht selbst Freimaurer gewesen sind.

Christopher Sparks, ehemaliger Econe-Seminarist, berichtete am 29. 1. 1997, daß in Econe regelmäßig die Blaskapelle der Freimaurer aus Sitten zu Prozessionen und Messen aufgespielt habe. Es sei allgemein bekannt gewesen und ein offenes Geheimnis, daß der Erbischof Freimaurer gewesen sei. Er hätte auch seine Direktiven und Finanzen aus Rom bekommen und wäre angewiesen worden, einen Dissens zu simulieren. Auch dies wäre eine völlig originär freimaurerische Verhaltensweise.

Bischofsweihen

Lefebvre weihte am 30. Juni 1988 gegen pseudo-päpstliche Anweisung unter Assistenz von Bischof Antonio de Castro Mayer zu Bischöfen:

Zwar bediente sich Lefebvre des korrekten Weiheritus, doch bleiben Zweifel, ob er selbst überhaupt ein Bischof gewesen ist. Auch könnte die Bischofsweihe an der mangelnden kirchlichen Intention Lefebvres gescheitert sein. Die Weihen waren nach Auffassung der Konzilssekte nicht legitim, die geweihten Bischöfe besitzen jedenfalls keine kirchliche Jurisdiktion.

Zitate Lefebvres

NOM-Messe

Lefebvre selbst hat bis zu einem gewissen Zeitpunkt selbst öffentlich die NOM-Messe gefeiert. Trotzdem sagte er: „Die Kirche hat immer verboten, an Messen von Schismatikern und Häretikern teilzunehmen, selbst wenn diese Messen gültig sind.“ und weiter: „Es ist klar, daß man nicht an sakrilegischen Messen teilnehmen kann, noch an Messen, die unseren Glauben gefährden.“[2] Lefebvre zählt nun all' die gefährlichen Neuerungen auf und kommt zu dem Schluß, daß „die meisten dieser Messen sakrilegisch sind und den 'gesamten Glauben verderben'.“[3]

Sedisvakantismus

Die außerordentliche Sedisvakanz lehnte Lefebvre nicht rundheraus ab:

„Eine Kirche, die derartige Irrtümer vertritt, ist sowohl schismatisch als auch häretisch. Diese Konzilskirche ist nicht katholisch.“[4]
„In dem Maße, in welchem sich Papst, Bischöfe, Gläubige zu dieser Konzilskirche halten, trennen sie sich von der Katholischen Kirche.“[5]
„In dem Maße, in welchem sich der Papst von der Tradition trennt, wird er schismatisch und trennt sich von der Kirche. Theologen wie Saint Bellarmine, Cajetan, Journet und viele andere haben diese Möglichkeit erwogen. Das ist nicht unvorstellbar. … So wie wir sicher sind, daß die Kirche 2.000 Jahre lang keinen Irrtum lehrte, so sind wir auch fern von der Sicherheit, daß dieser Papst ein Papst ist. … Häresie, Schisma, iso facto Exkommunikation sind Gründe, die dazu führen können, daß ein Papst kein Papst war oder keiner mehr sein kann. … In solchen Ausnahmefällen kann die Kirche in eine Situation wie beim Tod eines Papstes kommen.“[6]
„Würde es geschehn, daß der Papst nicht mehr Diener der Wahrheit wäre, dann wäre er auch kein Papst mehe.“[7]
„Papst Paul VI. hat die Wirksamkeit der Zerstörung auf allen Gebieten beschleunigt. Er hat der Kirche in kurzer Zeit mehr Schaden zugefügt als die Revolution von 1789 (sic!!). … Paul VI. handelte in vielen Fällen als Liberaler … Der Liberalismus Pauls VI., der auch von Kardinal Danielou zugegeben wird. Kann ein Papst liberal sein und doch Papst bleiben? Wir müssen den Liberalismus zurückweisen.“
„Ich würde nicht sagen, daß der Papst kein Papst ist. Ich würde aber auch nicht sagen, daß man nicht sagen kann, daß der Papst kein Papst ist.“[8]
„Rom hat den Glauben verloren.“[9]
„Liebe Freunde, Rom hat den Glauben verloren! Rom ist in Apostasie! Dies sind keine leeren Worte, dies ist die Wahrheit! Rom hat die Kirche verlassen. Dies ist wahr, wahr, wahr!“[10]

Verweise


Einzelnachweise

  1. z.B.- durch Erzbischof Thuc
  2. D. h. er betrachtet den NOM als schismatisch bzw. häretisch!!
  3. "Richtlinien für meine Seminaristen" vom 8.11.1979, zitiert nach: Damit die Kirche fortbestehe. Stuttgart 1992, S. 364 ff.
  4. Lefebvre. 29. Juli 1976
  5. Lefebvre. 29. Juli 1976
  6. Lefebvre in Le Figaro. 4. August 1976
  7. Lille, 29. 8.1976
  8. Msgr. Lefebvre, August 1979
  9. Msgr. Lefebvre, April 1983
  10. 4. 9.1987 in Econe.