Leipzig (Zt.)

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Das Kloster St. Georg in Leipzig ist ein Zisterzienserinnenkloster.


Lage

Die Nonnen siedelten sich vor der Stadtmauer in der Petersvorstadt an, im Bereich zwischen der heutigen Harkort- und Karl-Tauchnitz-Straße.

Geschichte

Die Gemeinschaft ist vor 1230 in Hohenlohe, südwestlich von Leipzig, entstanden. Bald zog sie nach Leipzig um. Der Meißner Markgraf förderte das Frauenkloster in jeder Hinsicht.

Der Markgraf schenkte dem Kloster 36 Höfe, die östlich des Klosters im Bereich der heutigen Nonnenmühlgasse lagen, die Mühle in Lusitz am heutigen Schleußiger Weg sowie Fischteiche. Im Jahre 1248 wurde für das Kloster eine neue Mühle an der Pleiße erbaut, die Nonnenmühle.[1]

Auch Beziehungen der Kommunität zum Papsttum sind erkennbar: Die 1241 erstmals als Zisterzienserinnenkloster bezeichnete, 1244 in den Zisterzienserorden inkorporierte Gemeinschaft erhielt 1274 zwei Privilegien Papst Gregors X.. Doch unterstand das Georgenkloster weiterhin dem Merseburger Bischof. Etwa um 1480 sind aus den Zisterzienserinnen Benediktinerinnen geworden. Nach der „Reformation“ wurden die Nonnen im Jahr 1541 verjagt.

Im Jahr 1543 kaufte der Rat der Stadt die Gebäude und ließ sie 1545 abbrechen. Die Nonnenmühle bestand bis zum Jahre 1890, als sie abgerissen und an ihrer Stelle die Karl-Tauchnitz-Brücke gebaut wurde.

Verweise




Einzelnachweise

  1. Im Bereich der Harkortstraße, direkt südlich der heutigen Karl-Tauchnitz-Straße.