Liberalismus

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Der Liberalismus ist eine gottlose Philosophie und ein scheußlicher Mißbrauch der Freiheit, die Gott dem Menschen eingepflanzt hat.

Was ist der Liberalismus? In der Ordnung der Ideen ist er ein Knäuel von falschen Anschauungen; in der Ordnung der Handlungen ist er eine Kette verbrecherischer Handlungen, die praktische Folge jener Ideen.
Liberal zu sein ist sündhafter als ein Gotteslästerer, ein Betrüger, ein Ehebrecher oder Mörder zu sein oder was immer zu tun von dem, was Gottes Gesetz verbietet und Gottes unendliche Gerechtigkeit bestraft, so lehrt uns immerfort die heilige Kirche; so richtet und urteilt der allgerechte Gott.[1]

Ursprung

Die Wurzeln des Liberalismus sind in den protestantischen Häresien des 16. Jahrhunderts zu suchen. Die Bürgerkriege Mitte des 17. Jahrhunderts auf den britischen Inseln hatten die Entstehung des Parlamentarismus zur Folge. Im nordwestlichen Europa der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts brach sich die Idee Bahn, die Staatskunst solle nicht länger von der Theologie, sondern einer Philosophie ohne Theozentrik, vom Rationalismus und Individualismus geprägt sein. Jene gewaltsame geistige Verrenkung, es sei besonders „rational“, Gott für „irrational“ zu erklären, fand als Vorgang der „Aufklärung“ Eingang in die europäische Geschichtsschreibung.

Die Hochphase der „Aufklärung“ im 18. Jahrhundert trieb dementsprechend krude Blüten. So entstand 1717 in London die erste für die Öffentlichkeit zumindest teilweise sichtbare Großloge der Freimaurerei. Schnell verstand sich die Freimaurerei als die supranationale Organisation für „Aufklärung“ und „Erleuchtung“, während ihre reale Logenarbeit stets okkult und dunkel im geistigen wie auch physischen Sinne war und ist. Die Säulen von Rationalismus, Individualismus, Parlamentarismus und Freimaurerei fügten an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert den Liberalismus zu einer Ideologie wider das Christentum zusammen.

Kirchliche Verurteilung

Es ist klar, daß der aufstrebende Liberalismus als antichristliche Ideologie von der Kirche vielfach streng verurteilt wurde. Bei dieser Gelegenheit hat die Kirche das wahre Wesen christlicher Freiheit herausgearbeitet und dem falschen Liberalismus die wahre christliche Freiheitlichkeit gegenübergestellt.

Es war zunächst Papst Gregor XVI., der nach den Wirren der napoleonischen Ära die kirchliche Lehre schützte und vertiefte. Bereits in seiner Antrittserklärung Mirari vos finden sich folgende häufig zitierte Worte: „Aus der Quelle der Gleichgültigkeit, die den Glauben betrifft, fließt jene törichte und falsche Ansicht, die man besser als Wahnsinn bezeichnet, für jeden die Gewissensfreiheit zu fordern und zu verteidigen. Der Wegbereiter für diesen überaus verderblichen Irrtum ist diese vollkommen übermäßige Meinungsfreiheit, die auf weiten Gebieten zum Verderben der Kirche und des Staates verbreitet ist.“

In Singulari nos vertiefte der hl. Vater diese Gedanken noch weiter und benannte den damaligen Linksideologen, der sich um die Einschleusung liberalistischer Ansichten in die Kirche bemühte, Felix Lamennais.

Sein Nachfolger, Papst Pius IX. gehört mit zu den markantesten kirchlichen Persönlichkeiten aller Zeiten. Seine Auseinandersetzung mit dem Liberalismus nahm existentielle Züge an. Im Jahr 1864 führte er einen Hammerschlag gegen den Liberalismus, der ein Jahrhundert durchklingen sollte - die Enzyklika Quanta cura. In ihr wird der gesamte liberaldemokratische Kanon, den seinerzeit bereits fast jeder für selbstverständlich hielt, kategorisch verurteilt: Trennung von Kirche und Staat, religiöse „Neutralität“ des Staates, Religions- und Gewissensfreiheit etc.

Mit dieser Tat war der Liberalismus ein für allemal als Satanismus|satanisch]]-antikirchliches Machwerk gebrandmarkt. Noch bei den Diskussionen auf dem „Zweiten Vatikanischen Konzil“ (1962-1965) insistierten konservative Bischöfe auf Quanta cura. Leider ließen sie sich mit Pseudo-Argumenten abspeisen und akzeptierten die häretischen Vorlagen der Scheinpäpste Angelo Roncalli und Giovanni Montini. Damit schlossen sie sich allerdings selbst aus der Kirche aus.

Nach Quanta cura war die Auseinandersetzung mit dem Liberalismus allerdings nicht beendet. Auch der nächste Papst, Leo XIII., sah sich gezwungen, die auch nach der niedergerungenen Revolution immer stärker um sich greifende Seuche zu bekämpfen. Er veröffentlichte im Jahr 1888 die wohl tiefgründigste und radikalste Analyse des Liberalismus' Libertas praestantissimum. Dieses Rundschreiben ersetzt ein ganzes Hochschulstudium und deckte die teuflische Bosheit der falschen Freiheit ein für allemal auf: „Der Liberalismus ist verderblich ebenso für das Privatleben der Menschen wie für die Staaten. Denn wenn es wirklich die Vernunft des Menschen ist, die einzig und allein darüber zu entscheiden hat, was denn wahr und gut ist, dann wird der eigentliche Unterschied zwischen gut und böse beseitigt.“

Jahr Papst Rundschreiben Info
1832 Gregor XVI. Mirari vos Antrittsenzyklika mit kategorischer Verurteilung von Gewissens- und Pressefreiheit.
1834 Gregor XVI. Singulari nos Verurteilung des Linkskatholizismus des Felix Lamennais.
1864 Pius IX. Quanta cura Der masonistische Liberalismus wird streng verurteilt. Im beigefügten Syllabus werden Redefreiheit und Protestantismus als Irrtum bezeichnet.
1888 Leo XIII. Libertas praestantissimum Wahre christliche Freiheit wird gegen falsche masonistische Freiheit gesetzt.

19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert bildeten sich überall in Europa von freimaurerischen Logen gesteuerte, liberalistische Parteien. Diese profitierten in erheblichem Maße vom Zensuswahlrecht. Zudem wurden sie von den großen Medien unter masonistisch-zionistischer Kontrolle gefördert. All diese Parteien trieben die politische Kriminalität voran und arbeiteten auf die Zerstörung des christlichen Europas hin.

Zitate

  • Der Liberalismus ist Sünde, man möge ihn betrachten in der Ordnung der Lehren oder der Handlungen. In der Ordnung der Lehren ist er schwere Sünde gegen den Glauben, weil seine Lehrsätze häretisch, wenn er auch vielleicht in der einen oder anderen seiner Behauptungen und Verneinungen nicht Häresie ist. In der Ordnung der Handlungen ist er Sünde gegen die verschiedenen Gebote Gottes und seiner Kirche, weil er offene Übertretung derselben ist. Noch deutlicher: In Beziehung der Lehren ist der Liberalismus eine allgemeine und radikale Irrlehre, weil er alle andern in sich schließt; in Beziehung der Handlungen ist er eine radikale und allgemeine Übertretung der Gebote, weil er zu allen Übertretungen derselben berechtigt und sie gutheißt. [2]
  • Dadurch, daß ein Volk darüber mitentscheiden darf, wem wieviel gegeben und wem wieviel genommen werden soll, wird ein Volk nicht reich, sondern arm.[3]
  • Seit 1789 sind die Weltgeschichte und ihr Lauf dermaßen mit sozialer und egalitaristischer Rhetorik durchtränkt worden, daß der heutige Allerweltsdemokrat aus tiefer Überzeugung von sich behaupten kann, er sei doch gar nicht links.[4]
  • Dem kapitalistischen Großproduzenten wie dem sowjetischen Funktionär muß gleicherweise daran gelegen sein, die Menschen zu möglichst uniformen, ideal widerstandslosen Untertanen zu konditionieren … Der Irrglaube, daß man dem Menschen, richtige „Konditionierung“ vorausgesetzt, schlechterdings alles zumuten, schlechterdings alles aus ihm machen kann, liegt den vielen Todsünden zugrunde, welche die zivilisierte Menschheit gegen die Natur, auch gegen die Natur des Menschen und gegen die Menschlichkeit begeht. Es muß eben übelste Auswirkungen haben, wenn eine weltumfassende Ideologie samt der sich aus ihr ergebenden Politik auf einer Lüge begründet ist.[5]

Verweise



Einzelnachweise

  1. Felix Sarda y Salvany
  2. Felix Sardà y Salvany.
  3. Roland Baader
  4. Michael Klonovsky
  5. Konrad Lorenz: Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit