Lobet Gott in seinen Reichen (Himmelfahrtsoratorium Bach)

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  • BWV 11
  • BC D 9


Das „Himmelfahrtsoratorium“ ist eine kantatenähnliche Predigtmusik von Johann Sebastian Bach für das Himmelfahrtsfest.

Text des Werkes

Teil 1

Chorus: Lobet Gott in seinen Reichen

Lobet Gott in seinen Reichen,
preiset ihn in seinen Ehren,
rühmet ihn in seiner Pracht!

Sucht sein Lob recht zu vergleichen,
wenn ihr mit gesamten Chören
ihm ein Lied zu Ehren macht!

Evangelist: Der Herr Jesus hub seine Hände auf

Der Herr Jesus hub seine Hände auf und segnete seine Jünger, und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen.

Rezitativ: Ach Jesu, ist dein Abschied schon so nah

Ach Jesu, ist dein Abschied schon so nah?
Ach, ist denn schon die Stunde da,
Da wir dich von uns lassen sollen?
Ach, siehe, wie die heißen Tränen
von unsern blassen Wangen rollen,
wie wir uns nach dir sehnen,
wie uns fast aller Trost gebricht.
Ach, weiche doch noch nicht!

Arie: Ach, bleibe doch, mein liebstes Leben

Ach bleibe doch, mein liebstes Leben,
ach, fliehe nicht so bald von mir!

Dein Abschied und dein frühes Scheiden
bringt mir das allergrößte Leiden.
Ach ja, so bleibe doch noch hier;
sonst werd ich ganz von Schmerz umgeben.

Evangelist: Und ward aufgehoben zusehends

Und ward aufgehoben zusehends und fuhr auf gen Himmel, eine Wolke nahm ihn weg vor ihren Augen, und er sitzet zur rechten Hand Gottes.

Choral: Nun lieget alles unter dir

Nun lieget alles unter dir,
dich selbst nur ausgenommen.
Die Engel müssen für und für
Dir aufzuwarten kommen.
Die Fürsten steh'n auch auf der Bahn
und sind dir willig untertan. Luft, Wasser, Feuer, Erden
muß dir zu Dienste werden.[1]

Teil 2

Evangelist: Und da sie ihm nachsahen gen Himmel fahren

Und da sie ihm nachsahen gen Himmel fahren, siehe, da stunden bei ihnen zwei Männer in weißen Kleidern, welche auch sagten:

"Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren."

Rezitativ: Ach ja, so komme bald zurück

Ach ja, so komme bald zurück,
tilg einst mein trauriges Gebärden,
sonst wird mir jeder Augenblick
verhaßt und Jahren ähnlich werden.

Solo: Sie aber beteten ihn an

Sie aber beteten ihn an, wandten um gen Jerusalem von dem Berge, der da heißet der Ölberg, welcher ist nahe bei Jerusalem und liegt einen Sabbater- Weg davon, und sie kehreten wieder gen Jerusalem mit großer Freude.

Arie: Jesu, deine Gnadenblicke

Jesu, deine Gnadenblicke
kann ich doch beständig sehn.

Deine Liebe bleibt zurücke,
daß ich mich hier in der Zeit
an der künftgen Herrlichkeit
schon voraus im Geist erquicke,
wenn wir einst dort vor dir stehn.

Choral: Wenn soll es doch geschehen

Wenn soll es doch geschehen,
wenn kommt die liebe Zeit,
daß ich ihn werde sehen
in seiner Herrlichkeit?
Du Tag, wenn wirst du sein,
daß wir den Heiland grüßen,
daß wir den Heiland küssen?
Komm, stelle dich doch ein![2]

Verweise


Einzelnachweise

  1. 4. Strofe von Du Du Lebensfürst, Herr Jesu Christ von Johann Rist
  2. 7. Strofe von Gott fähret auf gen Himmel von Gottfried Wilhelm Sacer