Lorenz von Brindisi

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  • Giulio Cesare Russo, Laurentius von Brindisi
  • 22. Juli 1559 in Brindisi
  • † 22. Juli 1619 in Lissabon


Lorenz von Brindisi war ein italienischer Theologe. Er wird als Heiliger und Kirchenlehrer verehrt.


Leben

Giolio studierte bis 1558 er Theologie und Philosophie an der Universität Padua und anschließend am Studio Teologico Laurentianum in Venedig. Er sprach sechs Sprachen fließend und war in der Lage, „die gesamte Bibel aus dem Gedächtnis niederzuschreiben“.

1583 nahm er seine Tätigkeit als Lehrer und Prediger in der venezianischen Ordensprovinz der Kapuziner auf. Schon bald machte er sich einen Namen als redegewandter Prediger, bei dem vor allem Gottes Wort im Mittelpunkt steht. Viele seiner Predigten und Auslegungen sind in schriftlicher Form erhalten geblieben, unter anderem eine viel beachtete Auslegung der Genesis.

Ab 1590 leitet er als Provinzial verschiedene Ordensprovinzen. 1599 wurde er von Papst Klemens VIII. als Vertreter der Gegenreformation in den deutschsprachigen Norden geschickt. Unter anderem sollte er auf Vorschlag von Kaiser Rudolf II. in Prag ein Kloster gründen. 1601 war er beim Kampf der kaiserlichen Truppen gegen die Türken anwesend und hatte mit seinem Zuspruch wesentlichen Anteil am Sieg bei Stuhlweißenburg.

Nach der Rückkehr nach Italien stand Lorenzo den Kapuzinern von 1602 bis 1605 als General vor. Später war er als Friedensvermittler in Süd- und Westeuropa unterwegs, z. B. 1616/17 zwischen Spanien und Savoyen. Auf einer dieser Reisen verstarb er an seinem 60. Geburtstag 1619 in Lissabon und wurde auf dem Armenfriedhof im nordspanischen Villafranca del Bierzo beigesetzt.

Lorenz von Brindisi wurde 1881 heiliggesprochen und am 19. März 1959 zum Kirchenlehrer ernannt, wobei er den Beinamen Doctor apostolicus erhielt. Gedenktag ist der 21. Juli.

Verweise