Münster

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Münster ist eine Bischofsstadt im Münsterland.

Lage

Münster liegt an der Münsterschen Aa.


Geschichte

Münster wird zuerst um 800 erwähnt, als Karl der Große dem für die Sachsen ernannten Bischof Liudger den Ort Mimigardevord zum Wohnort anwies.

Im 11. Jahrhundert erstanden hier eine Pfarrkirche und ein Kloster (monasterium), das nun zu dem Namen Münster Veranlassung gab. Bald nach 1186 erhielt Münster das Stadtrecht und wurde vom Bischof Hermann II. befestigt. Es blieb unter bischöflicher Herrschaft, obgleich der Bischof schon 1277 der Stadt wegen der Besetzung des Gerichts und Verwendung des städtischen Einkommens Zugeständnisse machte. Zu Ende des 13. Jahrhunderts wurde Münster Mitglied der Hanse.

1532 neigte sich die ganze Stadt, mit Ausnahme des Domkapitels, zur lutherischen Konfession; 1535 war die Stadt der Schauplatz der politisch-religiösen Bewegungen der Wiedertäufer. Nachdem Münster nach tapferer Gegenwehr am 24. Juni 1535 von dem Bischof erobert worden, wurde der evangelische Gottesdienst unterdrückt.

Im Dreißigjährigen Krieg litt Münster besonders durch die rechtswidrigen protestantischen Heere. Wie oben erwähnt, wurde hier 1648 der Westfälische Friede geschlossen. Die Bischöfe besaßen damals in Münster nur sehr beschränkte Herrschaftsrechte, bis der Bischof Bernhard von Galen 1661 die Stadt, welche ihm im Einverständnis mit Holland den Gehorsam verweigerte, mit Gewalt nahm, eine Zitadelle erbaute und den Bürgern ihre meisten Privilegien entriß. Allerdings residierten die Bischöfe selten in Münster.

Im Siebenjährigen Krieg wurde Münster sowohl von den Franzosen als den Verbündeten belagert und erobert.


Verweise