Margareta von Antiochia

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • * in Pisidien
  • † um 305
  • bei den "Orthodoxen" Marina


Kathrin Margret

Margareta von Antiochia, war Jungfrau und Märtyrin im 4. Jahrhundert.


Leben

Margareta war die Tochter eines heidnischen Priesters und wurde von einer christlichen Amme erzogen. Als der Vater die Hinwendung der Tochter zum christlichen Glauben bemerkte, denunzierte er sie beim Stadtpräfekten. Vor Gericht gestellt, weckte sie das Begehren des Richters, der sie umso härter bestrafte, als sie ihn zurückwies: Sie sollte mit Fackeln versengt und in Öl gebraten werden. Als sie bei dieser Prozedur unverletzt blieb, führte dies zu Massentaufen in ihrer Umgebung und zu ihrer Hinrichtung durch Enthaupten.



Die andere Überlieferung sieht sie als Schäferin und den Stadtpräfekten (mit Namen Olybrius) als denjenigen, der sie begehrte und den sie zurückwies. Margareta wurde im Gefängnis mit eisernen Kämmen und Fackeln gefoltert. Ihre Wunden heilten immer wieder, so kam es auch hier zu außerordentlich vielen Bekehrungen. Schließlich wurde Margareta durch Enthaupten hingerichtet.

Diese zweite Überlieferung weist Weiterungen auf, die für die heutige Verehrung Margaretas bedeutsam sind: Im Gefängnis erschien ihr ein riesiger Drache (oft der verwandelte Stadtpräfekt), um sie zu verschlingen. Das Kreuzzeichen, das sie schlug, rettete sie jedoch. Auf dem Weg zur Hinrichtung betete sie für ihre Verfolger, diejenigen, die sich in Zukunft an sie wenden würden, vor allem aber für Schwangere und Gebärende. Deshalb gilt sie auch als eine der Vierzehn Nothelfer. Verehrung

Jeanne d'Arc gibt Margareta als eine der Stimmen an, von denen sie geleitet wurde. Sie zählt, zusammen mit der heiligen Barbara und der heiligen Katharina von Alexandrien, zu den bekanntesten der 14 Nothelfer, unter Hinzunahme von Dorothea bilden sie die Gruppe der Virgines capitales, der wichtigen Jungfrauen.

Gedenktag

Ihr Gedenktag ist der 20. Heuert.

Patronate

Die hl. Margaretha ist die Schutzpatronin der Bauern, bei Schwangerschaft und Geburt, der Jungfrauen, Ammen und der Gebärenden. Sie wird gegen Unfruchtbarkeit, bei Wunden und Gesichtskrankheiten und zum Schutz „gegen Unholde aus der Tiefe des Wassers“ angerufen.

Aus Hans Finks Die Kirchenpatrozinien Tirol geht hervor, dass die älteste St.-Margaretha-Kirche schon um 812 in Schlitz geweiht wurde und dass 22 Filialkirchen und vier Kapellen ihrem Patrozinium übergeben wurden. In Niederösterreich sind die Pfarrkirchen von St. Margarethen an der Sierning, von Fels am Wagram und von Mühldorf-Niederranna der heiligen Margareta geweiht. In Oberösterreich ist die hl. Margarita Patronin der Pfarrkirche Lembach im Mühlkreis, in Kärnten der Pfarrkirche Lieding. In Deutschland ist die karolingische Justinuskirche in Frankfurt-Höchst seit dem 13. Jahrhundert der hl. Margareta geweiht. Darstellungen

In der christlichen Ikonographie gibt es Darstellungen Margaretas seit dem 10. Jahrhundert (im Osten) bzw. 12. Jahrhundert (im Westen, zum Beispiel in der Kathedrale von Tournai). Margaretha wird häufig – so auf dem Gnadenaltar in Vierzehnheiligen – zusammen mit einem Drachen dargestellt. Ein weiteres Attribut ist ein kleines Kreuz.

Darstellungen der heiligen Margareta gibt es von Hugo van der Goes (Portinari-Altar, um 1475, Uffizien, Florenz), Raffael (1518, Paris, Louvre) und Tizian (1550/52, Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial). An einer Hausfassade (15. Jahrhundert) auf dem venezianischen Campo Santa Margherita ist eine Skulptur der Heiligen mit einem Drachen zu ihren Füßen dargestellt. Auf dem gotischen Tafelbild (Ivo Strigel) der St.-Georgs-Kapelle in Meierhof Obersaxen trägt Margareta ihr Attribut, den Drachen, auf den Armen, und in Surin an einer Renaissancestatuette führt sie ihn an der Leine.

Margareta-Kapellen und -Kirchen befinden sich meistens außerhalb geschlossener Ortschaften.


Verweise