Margarete von Babenberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Margarete war die Tochter des österreichischen Herzogs Leopold VI. von Babenberg und Theodora Angeloi, Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II. Am 29. November 1225 heiratete sie König Heinrich (VII.), den Sohn [[Friedrich II. Roger|Kaiser Friedrichs II.]] Ihre Krönung fand am 28. März 1227 in Aachen statt. Heinrich wurde nach der fehlgeschlagenen Erhebung gegen seinen Vater 1235 gefangen gesetzt und starb 1242; Margarete begab sich daraufhin im selben Jahr in die Abgeschiedenheit des Dominikanerinnenklosters St. Katharinen in Trier und ab 1244 ins Kloster St. Markus in Würzburg desselben Ordens.
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Margarete war die Tochter des österreichischen Herzogs Leopold VI. von Babenberg und Theodora Angeloi, Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II. Am 29. November 1225 heiratete sie [[König Heinrich (VII.)]], den Sohn [[Friedrich II. Roger|Kaiser Friedrichs II.]] Ihre Krönung fand am 28. März 1227 in [[Aachen]] statt. Heinrich wurde nach der fehlgeschlagenen Erhebung gegen seinen Vater 1235 gefangen gesetzt und starb 1242; Margarete begab sich daraufhin im selben Jahr in die Abgeschiedenheit des [[Dominikanerinnenklosters St. Katharinen in Trier]] und ab 1244 ins [[Kloster St. Markus in Würzburg]] desselben Ordens.
 
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Nach dem Tod ihres kinderlosen Bruders Friedrichs II. in der [[Schlacht an der Leitha]] versuchte sie, ihre Erbansprüche auf die Herzogtümer Österreich und Steiermark gegenüber ihrer Nichte Gertrud durchzusetzen. [[König Wenzel I. von Böhmen]] wollte diese Herzogtümer durch eine Hochzeit seines Erstgeborenen Ladislaus mit Friedrichs Nichte Gertrud vereinnahmen. Doch Ladislaus starb bereits 1247. Nach Gertruds zweiter Heirat mit dem badischen Markgrafen Hermann und dessen Tod 1250 dauerte die herrscherlose Zeit an. Österreich und die Steiermark waren Reichslehen und wurden nach dem Aussterben der männlichen Linie der Babenberger als Reichsgut behandelt, zu einer rechtlich bindenden Belehnung kam es unter den letzten Staufern nicht mehr.
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Nach dem Tod ihres kinderlosen Bruders Friedrichs II. in der [[Schlacht an der Leitha]] versuchte sie, ihre Erbansprüche auf die Herzogtümer Österreich und Steiermark gegenüber ihrer Nichte Gertrud durchzusetzen. [[König Wenzel I. von Böhmen]] wollte diese Herzogtümer durch eine Hochzeit seines Erstgeborenen Ladislaus mit Friedrichs Nichte Gertrud vereinnahmen. Doch Ladislaus starb bereits 1247. Nach Gertruds zweiter Heirat mit dem badischen Markgrafen Hermann und dessen Tod 1250 dauerte die herrscherlose Zeit an. Österreich und die Steiermark waren Reichslehen und wurden nach dem Aussterben der männlichen Linie der [[Babenberger]] als Reichsgut behandelt, zu einer rechtlich bindenden Belehnung kam es unter den letzten Staufern nicht mehr.
  
  
 
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Aktuelle Version vom 20. Dezember 2018, 21:32 Uhr


Margarete von Babenberg war die Ehefrau des römisch-deutschen Königs Heinrich (VII.)


Leben

Margarete war die Tochter des österreichischen Herzogs Leopold VI. von Babenberg und Theodora Angeloi, Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II. Am 29. November 1225 heiratete sie König Heinrich (VII.), den Sohn Kaiser Friedrichs II. Ihre Krönung fand am 28. März 1227 in Aachen statt. Heinrich wurde nach der fehlgeschlagenen Erhebung gegen seinen Vater 1235 gefangen gesetzt und starb 1242; Margarete begab sich daraufhin im selben Jahr in die Abgeschiedenheit des Dominikanerinnenklosters St. Katharinen in Trier und ab 1244 ins Kloster St. Markus in Würzburg desselben Ordens.

Nach dem Tod ihres kinderlosen Bruders Friedrichs II. in der Schlacht an der Leitha versuchte sie, ihre Erbansprüche auf die Herzogtümer Österreich und Steiermark gegenüber ihrer Nichte Gertrud durchzusetzen. König Wenzel I. von Böhmen wollte diese Herzogtümer durch eine Hochzeit seines Erstgeborenen Ladislaus mit Friedrichs Nichte Gertrud vereinnahmen. Doch Ladislaus starb bereits 1247. Nach Gertruds zweiter Heirat mit dem badischen Markgrafen Hermann und dessen Tod 1250 dauerte die herrscherlose Zeit an. Österreich und die Steiermark waren Reichslehen und wurden nach dem Aussterben der männlichen Linie der Babenberger als Reichsgut behandelt, zu einer rechtlich bindenden Belehnung kam es unter den letzten Staufern nicht mehr.


Verweise