Maurras, Charles

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  • * 20. April 1868 in Martigues[1]
  • † 16. November 1952 in Tours


Charles Maurras war ein französischer Publizist.


Leben

Maurras propagierte die Wiedereinführung der Monarchie und den Katholizismus als Staatsreligion, wobei er sich von beidem ein weniger zentralistisches, aber ideologisch geeintes, starkes Frankreich erhoffte, das dem aufstrebenden Deutschen Reich wirtschaftlich und militärisch Paroli bieten könne. 1936 wurde Maurras zum Mitglied der Académie francaise gewählt.

Die Politik von Marschall Philippe Petain und seiner "révolution nationale" ging auf die Ideen von Maurras zurück. Nach der Okkupation Frankreichs im Jahre 1944 wure Maurras zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. 1951 wurde er krankheitshalber begnadigt und in eine Klinik verlegt, wo er im Jahr darauf starb. Kurz vor seinem Tod war er zum Glauben der Kirche zurück gekehrt. In Aix-en-Provence widmet sich ein Zentrum für Maurras-Studien dem Autor und seinem Schaffen.

Positionen

Maurras wendete einen "agnostischen" Neo-Thomismus auf das politische Leben an. Ausgehend von naturrechtlichen Ordnungsvorstellungen bewertete er "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" als Betrug an der Tradition und am Gemeinwohl. Maurras achtete den Katholizismus als einen unabdingbaren Ordnungsfaktor für das Zusammenleben der Völker. Das Papsttum begriff er als spirituelle Wurzel der französischen Nation.

Verweise


Einzelnachweise

  1. unweit Massilien