Mein' Seel' ist still in meinem Gott

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche


Links der Psalm in der Übersetzung von Martin Luther, rechts die auf dem Luther-Text basierende Psalm-Dichtung von Kornelius Becker.

Psalm nach Luther Psalmlied von Kornelius Becker
1 Ein Psalm Davids für Jeduthun, vorzusingen.
2 Meine Seele sei stille zu Gott, der mir hilft.

3 Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, meine Schutz,
daß mich kein Fall stürzen wird, wie groß er ist.

1. Mein Seel ist still in meinem Gott,

der mir stets hilft aus Nöten.
Er ist mein Hilf', mein Schutz, mein Hort,
er kann und will mich retten.
Kein Unfall wird mich stürzen nicht,
den mir der Feind hat zugericht'
mit großer Macht und Listen.

4 Wie lange stellt ihr alle einem nach, daß ihr ihn erwürget - als eine hängende Wand und zerrissene Mauer? 2. Wie lang wird's denn so geh'n daher,

daß alle einem stellen?
Zu würgen ihn steht ihr Begehr,
kurzum sie woll'n ihn fällen.
Gleichwie ein alte hangend Wand,
die aus Mutwill wird angerannt,
bis sie zu Boden liege.

5 Sie denken nur, wie sie ihn dämpfen, fleißigen sich der Lüge;

geben gute Worte, aber im Herzen fluchen sie.

3. Ihr Herz, Mut, Sinn ist all's gericht',

zu dämpfen den Gerechten,
mit Lügen und mit falschem Gticht
sie wider ihn stets fechten.
Sie fluchen doch im Herzen fort,
wenn sie gleich geb'n die besten Wort',
die Leute zu betören.

6 Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung.

7 Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde.
8 Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre,
der Fels meiner Stärke; meine Zuversicht ist auf Gott.

4. Mein Seele harret nur aufGott,

der soll mein' Hoffnung bleiben,
er ist mein Hilf', mein Schutz, mein Hort,
wenn sie zum Fall mich treiben,
Bei Gott ist mein Heil, meine Ehr,
mein starker Fels, zum Schutz, zur Wehr,
auf ihn ich mich verlasse.

9 Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute,


schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht.

5. Ach lieben Leut', hofft ja auf Gott,

allzeit fest ihm vertrauet,
schütt' aus eu'r Herz in aller Not
für Gott, steif auf ihn bauet.
Der Herr ist unser Zuversicht,
er wird uns g'wiß verlassen nicht,
in allen unsern Nöten.

10 Aber Menschen sind ja nichts, große Leute fehlen auch;


sie wiegen weniger denn nichts, so viel ihrer ist.

6. Die Menschenkind seind doch nichts wert,

so vie1 ihr sind auf Erden.
Auch die so groß und hoch geehrt,
zunicht ihr Anschläg' werden,
wenig'r denn nichts sie wägen all,
ihr Pracht, Ruhm, Witz, Kunst allzumal
ist eitel und vergebens.

11 Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel, haltet euch nicht zu solchem,


das eitel ist; fällt euch Reichtum zu, so hänget das Herz nicht daran.

7. Auf Unrecht, Freve] und Gewalt

soll sich niemand verlassen,
denn großer Pracht wird selten alt,
wohl dem, der hält recht Maße,
der nicht setzt sein Herz, Sinn und Mut
auf Reichtum und vergänglich Gut
wenns ihm zufällt mit Haufen.

12 Gott hat ein Wort geredet, das habe ich etlichemal gehört: daß Gott allein mächtig ist.


13 Und du, HERR, bist gnädig und bezahlst einem jeglichen, wie er's verdient.

8. Gott hat ein teures Wort geredt

in seiner lieben G'meine,
Ich hab es etlich' Mal gehört:
Gott ist mächtig alleine.
Du, Herr, bist gnädig und gerecht,
du zahlst und gibst ei'm jeden Knecht
nach seim Verdienst und Werke.


Verweise