Meine Seele erhebt den Herren I (BWV 10)

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Das Werk

Dies ist das "Deutsche Magnificat" Bachs.

Synopse des Kantaten- und des Bibeltextes (Luther)

Bach-Libretto Bibel (Luther)
Satz 1: Meine Seel erhebt den Herren,

Und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes;
Denn er hat seine elende Magd angesehen.
Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskind.

Meine Seele erhebt den HERRN, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilands; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.
Satz 2: Herr, der du stark und mächtig bist,

Gott, dessen Name heilig ist,
wie wunderbar sind deine Werke!
Du siehest mich Elenden an,
du hast an mir so viel getan,
daß ich nicht alles zähl' und merke.

denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und des Name heilig ist.
Satz 3: Des Höchsten Güt und Treu

wird alle Morgen neu
und währet immer für und für
bei denen, die allhier
auf seine Hillfe schau'n,
und ihm in wahrer Furcht vertraun.

Und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten.
Hingegen übt er auch Gewalt

mit seinem Arm
an denen, welche weder kalt
Noch warm
Im Glauben und im Lieben sein;

Er übet Gewalt mit seinem Arm
Die nacket, bloß und blind,

Die voller Stolz und Hoffart sind,
will seine Hand wie Spreu zerstreun.

und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.
Satz 4: Gewaltige stößt Gott vom Stuhl

hinunter in den Schwefelpfuhl;

Er stößt die Gewaltigen vom Stuhl
Die Niedern pflegt Gott zu erhöhen,

daß sie wie Stern am Himmel stehen.

und erhebt die Niedrigen.
Die Reichen läßt Gott bloß und leer,

die Hungrigen füllt er mit Gaben,
daß sie auf seinem Gnadenmeer
stets Reichtum und die Fülle haben.

Die Hungrigen füllt er mit Gütern und läßt die Reichen leer.
Satz 5:Er denket der Barmherzigkeit

und hilft seinem Diener Israel auf.

Er denkt der Barmherzigkeit

und hilft seinem Diener Israel wieder auf,

Satz 6: Was Gott den Vätern alter Zeiten

geredet und verheißen hat,
erfüllt er auch im Werk und in der Tat.
Was Gott dem Abraham,
als er zu ihm in seine Hütten kam,
versprochen und geschworen,
ist, da die Zeit erfüllet war, geschehen.
Sein Same mußte sich so sehr
wie Sand am Meer
und Stern am Firmament ausbreiten,
der Heiland ward geboren,
das ew'ge Wort ließ sich im Fleische sehen,
das menschliche Geschlecht von Tod und allem Bösen
und von des Satans Sklaverei
aus lauter Liebe zu erlösen;
drum bleibt's dabei,
daß Gottes Wort voll Gnad' und Wahrheit sei.

wie er geredet hat unsern Vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich.
Satz 7: Lob und Preis sei Gott dem Vater und dem Sohn
Und dem Heiligen Geiste,
Wie es war im Anfang, itzt und immerdar
Und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen

Verweise