Meinen Jesum laß ich nicht, weil er sich für mich gegeben

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Entstehung

„Ein schön' Lied auf das kurfürstlich sächsische Symbolum“. Diese Überschrift bezieht sich auf die letzten Worte des sächsichen Kurfürsten Johann Georg, der im 30jährigen Krieg teils mit, teils gegen den Kaiser gefochten hat. Es gelang ihm in diesem Zusammenhange, die Lausitz aus dem Habsburger Besitz herauszureißen.

Nach dem Lied von Keimann entstanden noch mehr als zehn Lieder gleichen Anfangs, die leicht verwechselt werden können. Das Lied von Keimann hatte jedoch als einziges dauerhaften Bestand.

Akrostichon

Die Anfangsworte der Strophe 1 - 5 ergeben die Überschrift:

  1. Meinen Jesum laß ich nicht
  2. Jesum laß ich nimmer nicht
  3. Laß vergehen das Gesicht
  4. Ich werd ihn auch lassen nicht
  5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht

Adressat

Die Anfangsbuchstaben der sechsten Strophe verraten den oben erwähnten Adressaten des Liedes:

6. Jesum laß ich nicht von mir,
Geh ihm ewig an der Seiten.
Christus läßt mich für und für
zu dem Lebensbächlein leiten.
Selig, wer mit mir so spricht:
Meinen Jesum laß ich nicht.

Das ist also:

Johann
Georg
Churfürst
Zu
Sachsen-
Merseburg

Die Hymne im Werk Bachs

  • Nicht nach Welt nach Himmel nicht. Schlußchoral der Kantate 70
  • Meinen Jesum laß ich nicht. Choralkantate
  • Meinen Jesum laß ich nicht, geh ihm ewig an der Seiten. Schlußchoral der Kantate 154. Bach hat die erste Zeile durch Liedanfang ersetzt!
  • Meinen Jesum laß ich nicht, geh ihm ewig an der Seiten. 157.5 Auch hier hat Bach die erste Zeile der Straophe reimwidrig durch den Liedanfang ersetzt!
  • Meinen Jesum laß ich nicht. Vierstimmiger Choralgesang BWV 380


Zu beachten ist


Verweise