Memleben (Pf.)

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Memleben ist die bedeutendste deutsche Königspfalz.


Lage

Die Pfalz Memleben liegt an der Unstrut südöstlich von Artern an der Finne. Memleben ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Kaiserpfalz.


Geschichte

Der Name "Memleben" deutet auf einen früheren Besitzer namens Mimo oder Memo hin.

Der Ort wurde 780 erstmals erwähnt. Er kam bereits früh ins Krongut. König Heinrich I. starb am 2. Juli 936 hier. Sein Sohn Otto I. hielt sich ebenfalls häufig in Memleben auf, mehrfach stellte er hier Urkunden aus. Dem Ort wuchs damit reichsweite Bedeutung zu. Auch Otto I. starb in Memleben am 7. Mai 973.

Nach Widukind von Korvey wurden seine inneren Organe in der Marienkirche in Memleben beigesetzt. Der Sohn Ottos des Großen, Otto II., stiftete zu Ehren seines Vaters vor oder zu Beginn des Jahres 979 ein Benediktinerkloster, das er durch zahlreiche Schenkungen förderte. Die größte Bedeutung erlangte Memleben unter Otto III.

1015 endete die Blütezeit Memlebens. Heinrich II., der Nachfolger von Otto III., hatte zwar bei seinem Regierungsantritt 1002 dem Abt Reinhold noch die durch seine Vorgänger zugesicherten Privilegien und Güter bestätigt und das Kloster sogar mit den vier bedeutendsten Klöster im Ostfrankenreich gleichgesetzt, doch 13 Jahre später entrechtete er das Kloster weitgehend und unterstellte es wieder dem Kloster in Hersfeld.

Memleben heute

1991 bewarb sich der Ort um den Sitz der Bundeshauptstadt und begründete seine Bewerbung mit der außerordentlich bedeutsamen Geschichte des Ortes. Mit der Gründung der Straße der Romanik wurden auch die ersten Mittel für die Rettung der Klosteranlage in Memleben bereitgestellt und somit der Grundstein für die heutige Entwicklung gelegt.


Verweise