Symmachus, Memmius

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  • Quintus Aurelius Memmius Symmachus
  • † 526


Quintus Aurelius Memmius Symmachus war ein katholischer Historiker des 6. Jh aus Rom.


Familie

Symmachus gehörte zur Famile Symmachus, einer der reichsten und einflußreichsten Senatorenfamilien Roms. Bereits sein Vater Quintus Aurelius war Konsul im Jahre 446. Symmachus war der Schwiegervater des Boetius und galt als einer der gebildetsten Römer seiner Zeit.

Memmius Symmachus hatte drei Töchter, Rustiziana, Galla und Proba, auch adoptierte er den jungen Anikius Manlius Severinus Boetius als sein Vater starb. Er heiratete Rustiziana, das Paar hatte zwei Söhne, Symmachus und Boetius, beide Konsuln des Jahres 522. Symmachus war bereits der dritte Konsul der Familie. Aus altrömischer Tradition stammend war Symmachus doch überzeugter Katholik, interessiert an Theologie und Kirchenpolitik.

Tod

Symmachus wurde aufgrund des Vorwurfs des Hochverrats im Jahr 525 oder 526 hingerichtet. Symmachus wurde ein Opfer der wachsenden Spannungen am Königshof Theoderichs zwischen der pro-gotischen Hofpartei und der alten senatorischen Elite, die oft noch gute Beziehungen zum oströmischen Kaiserhof pflegte, bzw. dem angespannten Verhältnis zwischen Ravenna und Konstantinopel seit 519.

Symmachus teilte so das Schicksal seines Schwiegersohns Boetius, der sich angreifbar gemacht hatte. Boetius wurde als magister officiorum Theoderichs abgesetzt und schließlich aufgrund eines angeblichen Hochverrats 524/26 hingerichtet.

Ämter

Symmachus bekleidete unter Odoaker und dann unter Teoderich mehrere hohe Ämter: Er fungierte als Stadtpräfekt Roms, erlangte 485, wie bereits sein Vater im Jahr 446, in recht jungen Jahren das Konsulat und trug seit spätestens 510 den ehrenvollen Titel eines Patrizius. Aufgrund seiner glänzenden Karriere und seiner Persönlichkeit wurde er schließlich als „Haupt des Senats“ angesehen. Symmachus besaß auch einen Dauersitzplatz im Kolosseum und führte in Rom Baumaßnahmen durch.

Wirken

Symmachus war berühmt für seinen Reichtum, seine Redekunst, seine große Bibliothek und sein Mäzenatentum. Er bemühte sich um die Pflege der antiken römischen Kultur und wurde als neuer Kato gefeiert, der aber durch seinen christlichen Glauben diesen noch in den Schatten stellte. Er unterzog den Kommentar des Makrobius zum Traum des Skipio zusammen mit einem Nachfahren des Macrobius einer Textrevision.

Symmachus war einer der letzten lateinischen Geschichtsschreiber antiker Tradition. Die von ihm kurz vor seinem Tod verfaßte Römische Geschichte in sieben Büchern ist leider verloren. Sie diente jedoch als Vorlage der Werke des Jordanes. In den „Getika“ des Jordanes zitiert dieser zumindest an einer Stelle ausdrücklich das Werk des Symmachus.

Kirchliches Engagement

Während des sogenannten laurentianischen Schismas 498 gehörte Symmachus zu der Minderheit, die Papst Symmachus[1] unterstütze.

Verweise


Einzelnachweise

  1. höchstwahrscheinlich ein Verwandter, vielleicht Onkel