Nach dir verlangt mich, Herr, mein Gott

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • Versmaß |: 8 - 7 :|: 4 - 4 - 7 :|


Links der Psalm in der Übersetzung von Martin Luther, rechts die auf dem Luther-Text basierende Psalm-Dichtung von Kornelius Becker.

Psalm nach Luther Psalmlied von Kornelius Becker
1 Ein Psalm Davids.
Nach dir, HERR, verlangt mich.

2 Mein Gott, ich hoffe auf dich; laß mich nicht zu Schanden werden, daß sich meine Feinde nicht freuen über mich.

3 Denn keiner wird zu Schanden, der dein harret; aber zu Schanden müssen sie werden, die leichtfertigen Verächter.

1. Nach dir verlangt mich, Herr, mein Gott,

nach dir mein Hoffnung stehet.
Laß mich den Feinden nicht zum Spott,
wenn mich Trübsal angehet!
Wer dir vertraut,
fest auf dich baut,
der wird nimmer verlassen.
Zu Schanden ward
die gottlos' Art
die dich veracht' und hasset.

4 HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige;

5 leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich dein.
6 Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist.
2. Herr, zeige mir des Lebens Weg,

nach deinem Wort zu wallen!
Leit mich auf deiner Wahrheit Steg,
halt mich, daß ich nicht falle!
Du bist mein Gott,
hilf mir aus Not,
täglich ich deiner harre.
Gedenk' allzeit
dein'r Gütigkeit,
die von der Welt her ware.

7 Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen; gedenke aber mein nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen! 3. Gedenk' Herr, nicht der Sünden schwer,

darin ich bin geboren,
und daß ich dich beleidigt sehr
in meinen jungen Jahren.
In Gnad' allein
gedenke mein,
Gnad' allen Zorren stillet.
Barmherzigkeit
sei mir bereit
um meiner Feinde willen.

8 Der HERR ist gut und fromm; darum unterweist er die Sünder auf dem Wege.

9 Er leitet die Elenden recht und lehrt die Elenden seinen Weg.
4. Der Herr ist gut und fromm allzeit,

drum er den Sünder lehret,
den rechten Weg zur Seligkeit,
zur Buß er ihn bekehret.
Gott fährt allzeit
in sei'm Geleit
den Armen und Elenden,
lehrt sie sein' Weg,
des Lebens Steg,
ihr Not will er abwenden.

10 Die Wege des HERRN sind eitel Güte und Wahrheit denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse halten.

11 Um deines Namens willen, HERR, sei gnädig meiner Missetat, die da groß ist.
5. Gewiß des Herren Wege sein,

eitel Wahrheit und Güte.
Denen die sein' Bund halten rein
und sein Zeugnis behüten,
Dein heil'gen Nam',
Herr, ruf' ich an,
dein Zusag' wirst du halten,
Mein' Sünd', o Herr,
sind viel und schwer,
laß dein' Gnad' ob mir walten.

12 Wer ist der, der den HERRN fürchtet? Er wird ihn unterweisen den besten Weg.

13 Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same wird das Land besitzen.

14 Das Geheimnis des HERRN ist unter denen, die ihn fürchten; und seinen Bund läßt er sie wissen.
6. Wer ist's, der Gott für Augen hält?

Der Herr wird ihn selbst lehren
den besten Weg, der Gott gefällt,
daß sein Seel' komm' zu Ehren
und wohn allzeit
in Fried und Freud,
sein Sam' das Land besitze.
Herr, dein G'heimnis
beim Frommen ist,
dein Bund lädst du sie wissen.

15 Meine Augen sehen stets zu dem HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. 7. Mein Augen stehen stets zu Gott,

nach ihm steht mein Verlangen,
er hilft aus aller G'fahr und Not,
daß mein Fuß nicht bleib hangen
in Teufels Strick',
der durch sein Tück'
mir allenthalben stellet.
Herr, steh' mir bei,
so bin ich frei,
daß mich der Feind nicht fället.

16 Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.

17 Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten!

18 Siehe an meinen Jammer und mein Elend und vergib mir alle meine Sünden!

19 Siehe, daß meiner Feinde so viel sind und hassen mich aus Frevel.
8. Kehr' dich zu mir, sieh an in Gnad',

mein Einsam und Elende,
mein Herz groß Angst und Trübsal hat,
mein große Not abwende.
Erbarm' dich, Herr,
mein's Elend's schwer,
mein Sünd' aus Gnad' erlasse!
Sieh, wie der Feind
so gar viel seind,
die mich aus Frevel hassen.

20 Bewahre meine Seele und errette mich, laß mich nicht zu Schanden werden; denn ich traue auf dich.

21 Schlecht und Recht, das behüte mich; denn ich harre dein.

22 Gott, erlöse Israel aus aller seiner Not!
9. Bewahr mein Seel', Herr Jesu Christ,

laß mich zuschand' nicht werden!
Mein einig'r Trost allein du bist
im Himmel und auf Erden.
Du bist mein Hort,
bei deinem Wort
schlecht und recht mich behüte,
aus aller Not,
O treuer Gott,
erlös' uns durch dein Güte.


Verweise