Niederburgund

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Geschichte

877, zwei Jahre nachdem er die burgundischen Lande geerbt hatte, starb Kaiser Karl der Kahle. Sein Sohn Ludwig der Stammler konnte nicht verhindern, daß sich noch im selben Jahr ein burgundischer Adliger, Graf Boso von Vienne, selbständig machte. Boso ließ sich 880 mit Hilfe des Papstes Johannes VIII. und auf Drängen seiner Gattin Irmengard, einer Tochter von Kaiser Ludwig II., auf einer Versammlung der Großen zu Mantala[1] zum König von Burgund und der Provence proklamieren.

Er begründete somit das Reich Niederburgund, das auch das cisjuranische Burgunderreich genannt wurde, oder nach seiner Hauptstadt Arles das „Königreich Arelat“. Boso konnte sich gegen den neuen König des Ostfrankenreiches, Karl den Dicken, seit 880 auch König von Italien und seit 881 Kaiser, behaupten, jedoch den äußersten Nordosten seines Landes, Wallis, Osten und Savoyen, nicht halten.

Ludwig der Blinde, König von Niederburgund 887–924, König der Langobarden 899–905, Römischer Kaiser 901–905, war der Sohn Bosos und dessen Gemahlin Irmengard. Nach seines Vaters Tod huldigte er als unmündiger Erbe gemeinsam mit seiner Mutter dem ostfränkischen König und Kaiser Karl dem Dicken und empfing von ihm sein Erbe als Lehen.

In demselben Verhältnis stand Ludwig auch zu Karls Nachfolger Arnulf von Kärnten. Ludwig wurde 899 König der Langobarden und wurde 901 von Papst Benedikt IV. zum Kaiser gekrönt. 905 unterlag er Berengar I. von Friaul, der ihn blendete und aus Italien vertrieb. Graf Hugo von Provence war ab 905 Regent von Niederburgund und ab 924 König von Niederburgund. Seit dem Rückzug Rudolfs II. von Hochburgund im Jahre 926 war er zugleich König von Italien.

Verweise


Einzelnachweise

  1. Montaille bei Vienne