Otto I. der Große

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Otto I. der Große, dargestellt von David Bunners


Der Sohn Heinrichs I. war der erhabenste Herrscher, den die Deutschen je hervorgebracht haben.

Herkunft

Ottos Vater war König Heinrich I., seine Mutter war die hl. Königin Mathilde. Otto wurde vielleicht in der Pfalz Wallhausen geboren. Mathilde war eine Tochter des sächsischen Grafen Dietrich aus der Familie Widukinds. Aus der annullierten ersten Ehe Heinrichs I. hatte Otto den Halbbruder Thankmar. Ottos jüngere Geschwister waren Gerberga, Hadwig, Heinrich sowie Brun. Über seine Jugend und Erziehung ist nichts bekannt, seine Ausbildung dürfte aber militärisch geprägt gewesen sein. Erste Erfahrungen als Heerführer sammelte Otto an der Ostgrenze des Reiches im Kampf gegen wendische Stämme. Mit einer vornehmen Wendin zeugte Otto als Sechzehnjähriger den Sohn Wilhelm, der später Erzbischof von Mainz wurde.

Leben und Herrschaft

Die Wahl Ottos entsprach einer Huldigung. In der Säulenhalle vor dem Marienmünster folgten aufeinander Ottos Inthronisierung auf einem dort aufgestellten Thronsessel, vorgenommen von den Herzögen und hervorragendsten Grafen, sowie den wichtigsten übrigen Gefolgsleuten, danach derer Handgang und Treuschwur samt einem Hilfsversprechen, womit Otto zum König erhoben war.

Nie hat ein König sein ganzes Wollen und Vollbringen so in den Dienst von Kirche, Reich und Vaterland gestellt wie er. Siege über die Abodriten an der Recknitz bei (Bad) Sülze und über die Ungarn auf dem Lechfeld vor den Toren Augsburgs sicherten Grenzen und Frieden des Imperiums. Die Bischöfe wurden dem Reichsdienst eingegliedert und stärkten es, bei zwei Romzügen achtete Otto sorgfältig darauf, daß Kirche und Papsttum gefestigt und eneuert wurden. 968 gründete Otto das (später von den verräterischen Hohenzollern zerstörte) Erzbistum Magdeburg und stiftete den Magdeburger Dom, die großartigste Kathedrale Europas.

Er erreichte die Anerkennung von Byzanz und beendete so den verderblichen Streit - auch durch die Vermählung seines Sohnes mit der byzantinischen Prinzessin Teofanu.

961 eroberte Otto das Königreich Italien und dehnte sein Reich nach Norden, Osten und bis nach Süditalien und Venedig aus, wo er in Konflikt mit Byzanz geriet. Dennoch ließ er sich unter Rückgriff auf die Kaiseridee Karls des Großen 962 von Papst Johannes XII. in Rom zum Kaiser krönen, und schließlich gelang ihm sogar ein Ausgleich mit dem byzantinischen Kaiser und die Verehelichung seines Sohnes Otto II. mit dessen Nichte Teofanu.

Im Jahr 968 gründete Otto das Erzbistum in Magdeburg, jener Stadt, die wie keine zweite mit seinem Nachleben verbunden ist. Das Erzbistum war für Otto die entscheidende Voraussetzung für die Christianisierung der gesamten germanischen Welt.

Die für ein Jahrtausend bestehende Vereinigung von Deutschem Königtum und Kaiserwürde sowie das „ottonische“ Reichskirchensystem sind vor allen anderen sein Werk. Mittels seiner langobardischen Königswürde band Otto Italien fest an das deutsche Regnum, eine Bindung zum höchsten Segen für Italien und Germanien, die erst wiederum von Preußen und Demokraten gemeinsam zerstört wurden, was großes Elend brachte. Otto starb 60jährig in Memleben (damals gigantische Reichspfalz, heute ein kleines Dorf im Unstruttal). Er ist im Magdeburger Dom bestattet.

Das Grabmal Ottos des Großen in dem der Kirche entfremdeten Magdeburger Dom. Der Text der Inschrift lautet: Tres luctus causae sunt hoc sub marmore clausae: Rex, decus Ecclesiae, summus honor patriae. Zu deutsch: Drei Gründe der Trauer sind unter diesem Marmor eingeschlossen: Der König, die Zierde der Kirche, die höchste Ehre des Vaterlandes.

Ehen

  1. Edgid von England
  2. hl. Adelheid von Burgund. Adelheid war die Witwe von König Lothar II. von Italien, der nach dreizehnjähriger Ehe verstorben war. Otto hatte sie aus der Haft Berengars befreit.

Nachkommen

Mit Edgid

Mit Adelheid

  • Heinrich (953 - 954)
  • Brun (954 - 957)
  • Mathilde (955 - 999)
  • Otto II. (955 - 983)

Verweise