Otto V. der Faule

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Otto V. aus dem Hause Wittelsbach war Markgraf von Brandenburg.


Leben

Otto war das 9. Kind Kaiser Ludwigs des Bayern mit Margarete von Holland. Er war der jüngere (Halb)Bruder seiner beiden Vorgänger und wird als "V." gezählt, weil die beiden letzten askanischen Otto als Nebenregenten gelten.

Ein Jahr nach seiner Geburt starb sein Vater und Otto wuchs in der niederländischen Heimat seiner Mutter unter Vormundschaft seines Bruders Ludwig V. auf. Im Dezember 1351 gab Ludwig V. die Mark Brandenburg an seine Brüder Ludwig VI. den Römer und Otto.

Herrschaft

Mit dem Tod Ludwigs des Römers am 17. Mai 1365 übernahm Otto die Regentschaft in Brandenburg. Bereits zwei Jahre zuvor hatte Kaiser Karl IV. mit den kinderlosen Brüdern vertraglich die Nachfolge seines Sohnes Wenzel als Kurfürst für den Fall ihres Todes ohne Nachkommen vereinbart. Ludwig und Otto waren mit ihren bayrischen Brüdern wegen der Kur und der bayerischen Erbfolge nach dem Tode ihres Neffen Meinhard in Streit geraten, was Karl IV. zielstrebig für die Vergrößerung seiner Hausmacht ausnutzte.

Am 19. März 1366 schloß er in der Doppelhochzeit von Prag die Ehe mit Katarina von Luxemburg (1342–1395), der zweiten Tochter Karls IV., die zuvor bereits seit 1353 mit Rudolf IV. (1339–1365) verheiratet gewesen war. Diese Ehe, die nur aus politischen Gründen geschlossen wurde, um Karls Machtambitionen in Brandenburg durchzusetzen, blieb kinderlos. Katarina lebte auch während der Ehe weiterhin in Prag.

1367 verkaufte Otto die Niederlausitz, die zuvor schon an die Wettiner verpfändet war, an Karl IV. Ein Jahr später verlor er die Stadt Deutsch Krone an den polnischen König Kasimir den Großen. Die Mißstände in dem künftig für seinen Sohn vorgesehen Kurfürstentum veranlaßten Karl IV. 1371 zum Einmarsch in Brandenburg.

Formell blieb Otto bis 1373 noch Kurfürst, doch die tatsächliche Gewalt im Lande übte nun Karl IV. aus. Mit dem 1373 im Vertrag von Fürstenwalde besiegelten Verkauf der Kurmark für 500.000 Gulden an Karl IV. ging die Mark Brandenburg schließlich auch de jure an die Luxemburger über. Otto behielt jedoch nach dem Vertrag die Kurwürde bis an sein Lebensende. Darüber hinaus wurde Otto mit nordgauischen Besitzungen durch Karl IV. entschädigt.

Nach seiner Entmachtung lebte Otto in Bayern, wo ihn sein Bruder Stephan II. als Mitregenten anerkannte. 1379 starb er auf Burg Wolfstein bei Landshut/Isar.

Verweise