Peltier, Jean Gabriel

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Leben

Von allen Gegenrevolutionären war Jean Gabriel Peltier gewiß derjenige, der den längsten Atem hatte, nichts vergaß, niemals verzieh. Unerbittlich bekämpfte er die Revolution, das Empire, das für ihn ihre Fortsetzung darstellte, schließlich die Liberalen der Restauration.

Ursprünglich zum Geschäftsmann bestimmt, brachten ihn die Ereignisse von 1789 zum Journalismus. Er veröffentlichte zunächst zwei Pamphlete, in denen er Mirabeau und den Herzog von Orleans angriff. Ab November 1789 gab er die „Apostelgeschichten“ heraus, die es auf zehn Bände bringen sollten. Durch ihren sprühenden Geist, ihren Witz und ihre Bosheit nahmen sie einen hervorragenden Platz unter den gegenrevolutionären Zeitschriften ein und wurden zur gefürchteten Waffe, denn den Revolutionären ist nichts schrecklicher, als lächerlich gemacht zu werden.

Peltier und seine Mitarbeiter schossen aus allen Rohren, sie geißeln mit Hilfe von Scharaden‚ Worträtseln, Fabeln, Epigrammen, fingierten Dokumenten und Korrespondenzen, Sinnsprüchen, Anagrammen, Liedern. Sein besonderer Haß galt der kleinen Republik Genf, in der er eine Brutstätte für Philosophen und Revolutionsgesindel sah.

Nach dem 10. August emigrierte Peltier nach England, wo er seine journalistische Tätigkeit wieder aufnahm. Von 1803 an wurde seine Zielscheibe in einer neuen Zeitung, L'ambigu, Bonaparte, der ihn wegen Verleumdung verurteilen ließ. 1814 kehrt Peltier nach Frankreich zurück, aber die Bourbonen nehmen ihn unfreundlich auf. Er beschloß sein Leben im Elend.

Verweise