Pfalz-Simmern

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Pfalz-Simmern war eine Nebenlinie der pfälzischen Wittelsbacher. Ihr entstammen die bayerischen Könige des 19. Jahrhunderts und das gesamte heutige Haus Wittelsbach und sie ist über Elisabeth Stuart auch mit dem heutigen Haus Windsor verbunden.


Teile

  1. Stadt Simmern
  2. Propstei Ravengiersburg:[1] Dies war der größte Gebietskomplex.
  3. Altes Gericht: Das alte Gericht umfasste die Ortschaften Rheinböllen, Ellern, Dichtelbach, Erbach und Klein-Weidelbach.
  4. Neues Gericht: Es bestand aus den Ortschaften Mörschbach, Schnorbach, Wahlbach und Mutterschied.
  5. Schultheißerei Klosterkumbd (eigentlich Kumbd): Ursprünglich Vogtei und Gericht um das gleichnamige Kloster. 1420 kaufte Pfalzgraf Stephan den Bezirk von Bertam von Vilbel und den Herren von Schöneberg. Die Schultheißerei umfasste die Ortschaften Klosterkumbd (Ort und Kloster), Georgenhausen, Bergenhausen, Budenbach, Rayerschied und Benzweiler.
  6. Laubach, Bubach und Horn. Die drei Orte sind nach 1302 an die Pfalzgrafschaft gekommen und waren ursprünglich Reichsgebiet. Laubach und Horn erhielten 1360, bzw. 1368 umfangreiche Freiheiten.
  7. Gericht Schöneberg mit dem Ort Riegenroth. Schöneberg war ein Gerichtsplatz mit Kirche und Friedhof, nördlich von Steinbach.

Die pfälzische Linie der Wittelsbacher teilte sich nach dem Tode Ruprechts III. von der Pfalz im Jahre 1410 in vier Linien:

  1. der älteste Sohn Ludwig setzt die Kurlinie mit der Residenz Heidelberg fort
  2. Johann begründet die Linie Pfalz-Neumarkt
  3. Stephan stiftet die Linie "Pfalz-Simmern-Zweibrücken" mit der Residenz Simmern
  4. der jüngste Sohn Otto wird Pfalzgraf in Mosbach

Gründer der Linie Simmern-Zweibrücken war Pfalzgraf Stephan. Er wurde um 1385 als dritter Sohn König Ruprechts geboren. Er heiratete 1410 Anna von Veldenz, die Erbtochter der gleichnamigen Grafschaft (und der Hälfte der Grafschaft Sponheim). Bereits bei der Heirat war klar, daß diese Erbschaft beim Tod des letzten Grafen von Veldenz an Stephan (bzw. seine Kinder) fallen würde. Seine Söhne Friedrich und Ludwig teilten 1459 die väterlichen Besitzungen wiederum auf. Ludwig erhielt das Herzogtum Zweibrücken und das veldenzische Erbe und gründete die Linie Pfalz-Zweibrücken. Friedrich I. erhielt das Fürstentum Simmern und den Anteil der Grafschaft Sponheim aus dem Veldenzer Erbe, die er bereits seit 1444, nach dem Tod des letzten Veldenzers, von Kastellaun aus regierte. Er ist somit eigentlicher Begründer der Linie Pfalz-Simmern.

Die Heidelberger Linie starb 1559 mit Ottheinrich aus, worauf die reformierte Linie Pfalz-Simmern folgte.

Die Linie Pfalz-Simmern erlosch 1685 mit Karl II., dem Bruder Liselottes von der Pfalz. Ihr folgte die Linie Pfalz-Neuburg, die sich 1569 von der Linie Pfalz-Zweibrücken losgelöst und 1614 Jülich und Berg erworben hatte.

Kurfürsten der Linie Pfalz-Simmern

  1. Friedrich III. von der Pfalz (1515–1576)
  2. Ludwig VI. von der Pfalz (1539–1583)
  3. Friedrich IV. von der Pfalz (1574–1610)
  4. Friedrich V. von der Pfalz (1596–1632)
  5. Karl I. Ludwig von der Pfalz (1617–1680)
  6. Karl II. von der Pfalz (1651–1685)

Verweise





Einzelnachweise

  1. R. liegt südwestlich von Simmern am Hunsrück