Philipp IV. der Große

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Philipp IV. war König von Spanien von 1621 - 1665.


Herrschaft

Der 1605 geborene Philipp war hochbegabt und ein fähiger Herrscher. Er setzte die Friedenspolitik des Vaters nicht fort und bekämpfte die sezessionistischen Niederlande. 1625 begann der Krieg mit England wegen der wachsenden Konkurrenz auf dem Atlantischen Ozean. 1628 kaperte Holland die spanische Silberflotte. 1630 wurde mit England mal wieder Frieden geschlossen. 1655 eroberte England Jamaica, es folgte die Eroberung von Dünkirchen, dem Hafen der flämischen Flotte.

1659 beendete der Pyrenäenfrieden auf der Fasaneninsel den seit 1635 dauernden spanisch-französischen Krieg. Ein Heiratsvertrag zwischen Maria Teresa, der spanischen Infantin und Ludwig XIV. wurde abgeschlossen. Frankreich gewann in diesem Frieden Gravelingen, das Artois, die Grafschaft Hennegau im NW der Spanischen Niederlande und mehrere Festungen. Leider setzte Frankreich vertragsbrüchig seine antispanische Politik fort und versuchte Ansprüche auf den spanischen Thron durchzusetzen.

Ehen

  • 1615 Eheschließung mit der Bourbonin Isabella (geb 1603). Die Ehe wurde 1620 vollzogen. Ihr entsprossen sieben Kinder. Lediglich Baltasar Carlos und María Teresa überleben das Kindesalter, sie wurden jedoch nicht erwachsen. Maria Teresia war Frau von König Ludwig XIV. von Frankreich, des Großvaters von Philipp von Anjou, der später Spanien beanspruchen sollte.
  • Seine zweite Frau war seine Nichte Maria Anna, die Tochter von Kaiser Ferdinand III. und Philipps Schwester Maria. In Spanien wurde sie Mariana de Austria genannt. Sie war fast 30 Jahre jünger als ihr Onkel und Ehemann. Bei der Eheschließung war Maria 15 Jahre alt, ihr Onkel war 44. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor, von denen zwei erwachsen wurden, Margarita Teresa und der Thronfolger Karl. König Philipp hatte zahlreiche uneheliche Kinder, darunter den Feldherrn und Politiker Juan José de Austria.


Verweise