Prüm (Rabt.)

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche


Die Fürstabtei Prüm birgt das Grab von Kaiser Lothar I.


Lage

Prüm liegt in der westlichen Eifel zwischen Bitburg und Monschau.


Geschichte

Die Abtei Prüm wurde im Jahr 721 durch Bertrada die Ältere und Karibert von Mürlenbach mit Mönchen aus dem Kloster Echternach gegründet. 30 JAhre später siedelte König Pippin hier Benediktinermönchen aus St. Faron in Meaux bei Paris an. Er übergab dem Kloster Teile der Sandalen Christi, die er seinerseits von Papst Zacharias für die Hilfe bei der Gründung des römischen Kirchenstaates erhalten hatte. Abtei und -kirche erhielten den Namen "Zum allerheiligsten Erlöser“ – St. Salvator.

Diese besondere Auszeichnung war außergewöhnlich. Sie dokumentierte, daß Prüm die bedeutendste Abtei des Reiches war. Die Sandalen Christi werden noch heute in einem kostbaren Reliquienschrein in der Basilika aufbewahrt.

Im Jahre 799 wurde die Klosterkirche St. Salvator durch Papst Leo III. im Beisein von Karl dem Großen eingeweiht. 855 trat Kaiser Lothar I. nach der Teilung von Prüm ins Kloster ein und starb kurz darauf.

Ende des 9. Jh. wurde Prüm zweimal durch Nomannenstürme verwüstet.

Der Besitz der Abtei war riesig und reichte vom Rhein bis zur Bretagne und in die Niederlande. Hunderte Orte unter anderem in der Eifel und an der Ahr, auf dem Taunus, in der Umgebung von Sankt Goar, in Frankreich, Belgien und den Niederlanden sind im Güterverzeichnis der Abtei, dem Prümer Urbar, erstmals urkundlich erwähnt.

Um den weitläufigen Besitz zu verwalten, waren der Abtei Prüm Vogteien und Filialklöster unterstellt, unter anderem: Revin (Frankreich), Güsten bei Jülich, Münstereifel, Kesseling an der Ahr und Altrip.

Berühmt war die Abtei auch durch ihre Klosterschule, in der Söhne des Herrscherhauses und des karolingischen Adels ausgebildet wurden. In Prüm lebten unter anderem St. Markward, der Berater Ludwigs des Frommen, die heiliggesprochenen Ado von Vienne, Ansbald und Hungerus Frisus sowie der Dichter Wandalbert.

Von der Abtei wurde, wie eine Urkunde von 762 n. Chr. bezeugt, ein Armenhospital unterhalten. Hier wurden zwölf mittellose und körperlich hilfsbedürftige Personen auf Lebenszeit aufgenommen, die als Gegenleistung leichtere Arbeiten (Glockenläuten usw.) im Kloster zu verrichten hatten. Außerdem wurden im Hospital vorüberziehende Arme kurzzeitig beherbergt und versorgt.

Der herausragende mittelalterliche Geschichtsschreiber Regino war Abt von Prüm.

Mit Prüm verbundene Karolinger

Verweise







Einzelnachweise