Prettin (Kl.)

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Lage

Das Kloster war in Prettin an Stelle des heutigen Schloßes.

Geschichte

Der Antoniterorden, ein bürgerlicher Spitalorden, der 1095 in Südfrankreich gegründet wurde, erbaute um 1300 auf dem Gelände des jetzigen Schloßes das Kloster Lichtenbergk. Dieses Kloster wurde eine der Hauptniederlassungen des Ordens auf deutschem Boden. Kennzeichen für die Antoniter war das schwarze Ordensgewand, ein schwarzes Chorkleid mit darüber liegendem schwarzen Mantel, auf dem sich ein hellblaues Krückenkreuz befand. Bekannt wurde der Orden auch durch das mit einer Glocke behängte Antoniterschwein.

Die Aufgabe der Antoniter bestand vor allem in der Pflege von Kranken. In der damaligen Zeit hatte sich das so genannte Antoniusfeuer, eine durch Pilzbefall im Getreide verursachte Vergiftungskrankheit, weit verbreitet. Daneben widmeten sich die Antoniter der Seelsorge, der Landwirtschaft und nahmen Abgaben und Spenden ein. Das Kloster hatte Reichtum und damit verbunden ein hohes Ansehen erlangt. Diese Bedeutung zeigte sich u. a. darin, daß der Kurfürst Friedrich III. als Generalpräzeptor des Antoniterklosters, Goswin von Orsoy als ersten Kanzler, der von ihm 1502 gegründeten Wittenberger Universität, zustimmte.

Das Kloster wurde Mitte des 16. Jh. säkularisiert.


Verweise