Quo primum

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Mit der Bulle Quo primum setzte Papst Pius V. das von ihm im Auftrag des Trienter Konzils herausgegebene "Missale Romanum" als für alle Kirchen des Römischer Ritus verbindliches Meßbuch in Kraft.


Inhalt

An Stelle der neuen Bücher durften aber weiterhin auch die liturgischen Bücher jener Gottesdienstordnungen benutzt und gedruckt werden, die zum damaligen Zeitpunkt älter als 200 Jahre waren, nämlich bestimmte Diözesan- und Ordensliturgien.

Ziel der Liturgiereform des 16. Jahrhunderts war die Bewahrung und Vereinheitlichung der von der Reformation kritisierten Meßfeier innerhalb der katholischen Kirche. Dazu wurde eine überarbeitete und gereinigte Fassung des Missale hergestellt. Diese Aufgabe wurde ausgewählten Gelehrten übertragen, die die ältesten damals verfügbaren Handschriften der Vatikanischen Bibliothek und anderer Herkunft verglichen sowie Schriften anerkannter Liturgiker vorreformatorischer Zeit beizogen.

Hauptgrundlage der Gelehrtenarbeit war das in der Römischen Kurie verwendete Missale curiae, von dem zwischen 1474 und 1570 zahlreiche Ausgaben gedruckt worden waren. Obwohl Quo primum ältere Überlieferungen duldete und nicht verdrängen sollte, setzte sich das Missale Pius V. in der Folgezeit mehr und mehr durch, da das Anliegen, eine untadelige Verwaltung des sakramentalen Ritus zu garantieren, in der Zeit der Gegenreformation hohe Dringlichkeit hatte.

Wegen der Formulierung: "Von nun an soll in allen kommenden Zeiten auf dem christlichen Erdkreis nicht anders als nach dem von Uns herausgegebenen Missale gesungen oder gelesen werden. … Wir setzen fest und ordnen an, daß diesem Unserem gerade herausgegebenen Missale niemals etwas hinzugefügt, daraus etwas weggenommen oder an ihm etwas verändert werden darf." wird die Bulle zu Recht als Beleg dafür herangezogen, daß die Konzilssekte in der Pastoralsynode und mit der Liturgiereform vom Glauben abgefallen sei.


Verweise