Reichstag

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Der Reichstag war die Vertretung der Reichsstände.

Geschichte

Diese Vertretung entwickelte sich aus den altgermanischen Volksversammlungen und den Hoftagen und existierte ab ca. 1500. Der Reichstag wurde einberufen und tagte ab 1663 permanent in Regensburg. Seit 1500 gliederte er sich in drei Kurien, das Kurfürstenkolleg, den Reichsfürstenrat mit geistlicher und weltlicher Bank und das Reichsstädtekollegium. Für die Beschlußfassung war eine übereinstimmende Entscheidung der drei Kurien notwendig, innerhalb der Kurien entschied die einfache Mehrheit.

Der Reichstag war bereits seit dem 13. Jh. in das Kurfürstenkollegium und das Kollegium der Fürsten und Herren gegliedert.

Bänke des Reichstags

Der Reichsfürstenrat gliederte sich i. A. in die Schwäbische, die Wetterauische (Hessische), die Fränkische und die Westfälische Grafenbank und über die Rheinische und die Schwäbische Prälatenbank, die über je 1 Stimme verfügten.

Zuständig für Reichsgesetze, Errichtung von Reichsfürstentümern, Reichsheerfahrten (d. h. zu beschließende Aufstellung eines Reichsheeres z. B. gegen die Hohe Pforte etc.), Steuern.

Reichsreform 1495

Mit der Reichsreform von 1495 gewinnt er an Bedeutung. Das Reichsmatrikel (1521) regelt Sitz und Stimme. Die Vertreter der Reichsstädte und freien Stände wurden seit 1489 zu den RT geladen, sie bildeten ein eigenes Kollegium, das erst 1648 volles Stimmrecht erhält. 1555 bzw.1648 zeigt sichein eigenes Gremium protestantischer Stände in Religionsfragen: Corpus evangelicorum und Corpus catholicorum. Die Kaiserwahlfrage war nun auch mit Religionsfrage verknüpft.

Verweise