Requiem

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Das Requiem ist die Messe für die Verstorbenen in der Kirche.


Das Requiem

Durch die Aufoperung des Gebetes wird den Verstorbenen mittels des Requiems Gnade, Trost und Wegzehrung auf ihrem Weg ins Himmelreich vermittelt. Christen haben zu allen Zeiten für die Verstorbenen gebetet. Die feste Gewißheit, daß den christgläubig Verstorbenen auf ihrem Weg vor das Gericht Gottes durch Opfer und Gebet geholfen werden kann, gehört ebenso wie die Gewißheit, daß durch eigenen gottgefälligen Lebenswandel der Weg in den Himmel gebahnt wird, zum fundamentalen Glaubensgut der Kirche.

Protestantische Irrlehre

Die „Reformatoren“ haben diese wahre und tröstliche Lehre scharf bestritten. Sie begründeten den radikalen Umsturz durch den theologischen Irrtum, Sünden und Sündenfolgen könnten den Gläubigen im Endgericht nicht schaden, da diese von Jesus am Kreuz vollständig gesühnt seien. Der Glaube an diese Erlösungstat am Kreuze mache den Menschen vollkommen gerecht, so daß er keinen anderen Beistand als den Jesu Christi selbst im Endgericht bedürfe. Wer diesen Glauben nicht vorweisen könne, dem hülfen dann auch weder Gebete noch Messen.

Die Notwendigkeit der Sündenvergebung durch die Kirche trat im Lichte dieser Irrlehre zurück, so daß Sündenbekenntnis, Vergebung durch die Kirche und Bußsakrament für den Protestantismus zu einem Komplex der Verwirrung wurden, und dies obwohl Luther ja vor der Ablaßpraxis gewarnt hatte, um die Buße stärker in den Mittelpunkt des christlichen Lebens zu stellen.

Trient

Das ss. Konzil von Trient hat die verfehlten protestantischen Ideen widerlegt und die rechtgläubige christliche Lehre in großartiger Weise bestätigt. Die Lehre vom Reinigungsort wurde definiert. Im Trienter Glaubensbekenntnis, nun für 400 Jahre verbindlicher Ausdruck der Lehre der Kirche heißt es: „Ich halte standhaft fest, daß es einen Reinigungsort gibt und daß den dort festgehaltenen Seelen durch die Fürbitten der Gläubigen geholfen wird; ebenso auch, daß man die zusammen mit Christus herrschenden Heiligen verehren und anrufen soll, daß sie Gott Gebete für uns darbringen und daß man ihre Reliquien verehren soll.“

Liturgische Straffung

In den auf das Konzil folgenden liturgischen Reformen wurde der Wortlaut für die Totenmesse vereinheitlicht. Das Proprium glich nun dem der Heiligen Messe an Werktagen in Bußzeiten (Advent, Fastenzeit). Das Gloria und das Credo der Sonn- und Festtage entfielen. Das Halleluja wurde durch einen Tractus ersetzt, dem sich die Sequenz Dies irae anschließt.

Verweise


Einzelnachweise