Rerum novarum

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Leo XIII. verfasste in seiner Zeit als Papst von 1878 bis 1903 nicht weniger als 86 Enzykliken. Als epochal und als "Mutter aller Sozialenzykliken“ gilt seine am 15. Mai 1891 veröffentlichte Enzyklika Rerum Novarum, die Leo XIII. als den "Arbeiterpapst“ in die Papstgeschichte eingehen ließ.

Postulate des Rundschreibens

Teil 1

  • Sozialismus ist schädlich
  • Aufhebung des Privateigentums ist wider das Naturgesetz
  • Arbeit muß gerecht entlohnt werden, der Arbeietr hat das Recht, über seinen Lohn frei zu verfügen.
  • Familie darf nicht vom Staat abhängig sein.
  • Elterliche Fürsorge darf nicht verdrängt werden.

Teil 2

  • Katholische Kirche ist unverzichtbar
  • "Gleichheitsforderung" widerspricht der katholischen Lehre, Unterschiede sind naturgegeben, die beiden Klassen Arbeit und Kapital müssen in Frieden und Einigkeit miteinander auskommen.
  • Dabei habe der Proletarier die Pflicht, seine geschlossenen Verträge einzuhalten und dem Arbeitgeber mit seiner Arbeit zu dienen.
  • Gewalt und Aufstand ist zu verurteilen.
  • Lohnminderung wird als himmelschreiendes Verbrechen bezeichnet.
  • Staatliche Sozialpolitik ist legitim. Staat darf durch Gesetzgebung garantieren: Schutz des Privateigentums, Unterbindung von Streik, Schutz der Menschenwürde und Sonntagsruhe, Überwachung der Arbeitsverhältnisse – besonders für Frauen und Kinder –, Lohngerechtigkeit, Schutz des Geistes der Arbeiter und Förderung von Frieden und Ordnung, seiner Funktion, nämlich "das Gemeinwohl zu hüten und zu fördern“ (RN 28), gerecht werde, ohne dabei jedoch den Ursprung in Gott und die Handlungsfreiheit des Einzelnen zu missachten.
  • Arbeitgeberverbänden sind erlaubt und notwendig.

Verweise