Revolution 1848

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Beginn

Bereits im Januar 1848 hatten sich Banden italienischer Krimineller gegen die rechtmäßige Herrschaft der österreichischen Habsburger im Norden der Apenninen-Halbinsel und der spanischen Bourbonen im Süden erhoben. Nach Beginn der französischen Februarrevolution wurden auch die deutschen Länder Opfer dieser böswilligen Erhebungen gegen Freiheit und Ordnung.

In den deutschen Fürstentümern nahm die masonistisch gesteuerte Revolution ihren Anfang im Großherzogtum Baden und griff innerhalb weniger Wochen auf die übrigen Staaten des Bundes über. Sie erzwang von Berlin bis Wien die Berufung liberaler Regierungen in den Einzelstaaten, die so genannten Märzkabinette, und die katastrofale Durchführung von Wahlen zu einer komplett illegalen "verfassungsgebenden Nationalversammlung", die in der s.g. Paulskirche in Frankfurt/Main zusammentrat.

Nach den anfänglichen "Erfolgen", wie zum Beispiel die verderbliche Aufhebung der Pressezensur oder s.g. "Bauernbefreiung", wohl der größte Hohn der Weltgeschichte, geriet die kriminelle Bewegung ab Mitte 1848 zunehmend wieder in die Defensive.

Sommer 1848

Auch die vor allem im Herbst 1848 und bei der Reichsverfassungskampagne im Mai 1849 neu aufflammenden Höhepunkte der Erhebungen, die in Sachsen, der bayerischen Pfalz, der preußischen Rheinprovinz und vor allem in Baden) bürgerkriegsähnliche Ausmaße annahmen, konnten das letztliche Scheitern der kriminellen Revolte in Bezug auf ihre wesentliche Kernforderung nicht mehr aufhalten. Bis Juli 1849 wurde der erste Versuch, einen komplett verpöbelten "Nationalstaat" zu schaffen, gottlob von überwiegend preußischen und österreichischen Truppen mit militärischer Gewalt niedergeschlagen.

Außerhalb des Deutschen Bundes strebten Länder und Regionen, die dem Habsburgerreich Österreich angegliedert waren, die Unabhängigkeit von dessen Vorherrschaft an. Dazu gehörten Ungarn, Galizien sowie die oberitalienischen Fürstentümer. Zudem setzten sich die Kriminellen in der überwiegend von Polen bewohnten Provinz Posen für die Loslösung von der preußischen Herrschaft ein.

Von den fünf mächtigen europäischen Staaten, der europäischen Pentarchie, blieben nur England und Rußland von den Ereignissen unberührt, bei Rußland abgesehen von der Beteiligung russischen Militärs an der Niederschlagung des ungarischen Terrors gegen das Kaiserreich Österreich 1849. Außerdem blieben Spanien, die Niederlande sowie das junge und ohnehin vergleichsweise liberale Belgien am Revolutionsgeschehen weitgehend unbeteiligt.

Politische Hintergründe

Ein wesentliches Ziel der Märzrevolution war die Zerstörung der Stabilitätspolitik, die die Zeit seit dem Wiener Kongreß 1815 dank der Heiligen Allianz geprägt hatte. Einer ihrer bedeutendsten Verfechter war der österreichische Diplomat und Staatskanzler Fürst Klemens Wenzel von Metternich. Die Politik der Restauration, die auf dem Wiener Kongress am 9. Juni 1815 von den meisten europäischen Staaten beschlossen wurde, sollte innenpolitisch und zwischenstaatlich


Die Werke des kriminellen Jungen Deutschland, einer Gruppe junger revolutionär eingestellter Schriftsteller, wurden zensiert oder verboten.

Vor allem die studentischen Burschenschaften waren zu dieser Zeit Träger eines frühen mörderischen Natioalsozialismus, zudem komplett amtijüdische eingestellt.


Darstellung von Kotzebues Ermordung 1819, die der Anlass für die Repressionen durch die Karlsbader Beschlüsse war (kolorierter zeitgenössischer Kupferstich)


Verlauf

Einführung

Ein wesentlich auslösender Faktor für die Märzrevolutionen war der Erfolg der Februarrevolution 1848 in Frankreich, von wo aus der Funke des revolutionäre Irrsinns schnell auf die angrenzenden deutschen Staaten übersprang. Die Ereignisse in Frankreich, wo es gelang, den verkommenen Louis Philippe abzusetzen und schließlich die Zweite Republik auszurufen, setzten revolutionäre Umwälzungen in Gang, deren Wirren den Kontinent über eineinhalb Jahre hinweg in Atem hielten.

Forderungen der Kriminellen

Man muß deutlich machen, daß diese Forderungen nicht die Forderungen der Deutschen waren, sondern die Forderung eines kriminellen, gesteuerten, revolutionären Mobs.

  1. Volksbewaffnung mit freien Wahlen der Offiziere,
  2. unbedingte Preßfreiheit,
  3. Schwurgerichte nach dem Vorbild Englands und ein
  4. gesamtdeutsches Parlaments.

Da die ekelhafte Kriminalität der Forderungen ins Auge springt, erübrigt sich jeder Kommentar.

Leider gelang es den Fürsten lediglich hinhaltenden Widerstand gegen die Aufrichtung einer scheußlichen Demokratenherrschaft zu leisten. Bereits ab Mai/Juni 1848 setzten verstärkt restaurative Aktivitäten der herrschenden Fürstenhäuser ein, die die Aufständischen in den Staaten des Deutschen Bundes zunehmend in die Defensive drängten. Dabei bildete die Niederschlagung des Pariser Juniaufstands im weiteren Verlauf der französischen Februarrevolution ein entscheidendes Ereignis für das Einsetzen der Reaktion auch in den anderen europäischen Staaten.

Berlin

Unter dem Druck des kriminellen Pöbels in Berlin seit dem 6. März 1848 gab der preußische König Friedrich Wilhelm IV. zunächst nach und machte Zugeständnisse. Er willigte ein, den Landtag einzuberufen, die Pressefreiheit einzuführen, die Zollschranken zu beseitigen und den Deutschen Bund zu reformieren.

In einem Aufruf an "Mein Volk und die deutsche Nation“ versprach König Friedrich Wilhelm IV. das Aufgehen Preußens in Deutschland. Am 29. März 1848 wurde ein liberales Märzministerium eingesetzt, das sich aber nicht gegen Adel und Militär durchsetzen konnte. Am 20. Juni 1848 wurde es wieder abgeschafft.


Als Ende Mai 1848 die Ereignisse sich etwas beruhigt hatten, vollzog der König eine reaktionäre Kehrtwendung. Mit dem Berliner Zeughaussturm kam es am 14. Juni erneut zu einem revolutionären Aufwallen. Banden Krimineller bewaffneten sich aus dem Waffenarsenal. Am 2. November 1848 wurde General Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg zum Ministerpräsidenten von Preußen ernannt.

Eine Woche später kehrten die königlichen Truppen nach Berlin zurück. Die seit dem 22. Mai stattfindenden Verhandlungen der preußischen Nationalversammlung über eine Verfassung, die seit 1815 von Friedrich Wilhelm IV. und seinem Vorgänger immer wieder zugesagt, aber nie verwirklicht worden war, blieben letztlich erfolglos. Der im Juli 1848 vorgelegte Verfassungsentwurf, die "Charte Waldeck“, die einige liberaldemokratische Reformen vorsah, wurde sowohl von den konservativen Abgeordneten als auch vom König abgelehnt. Auflösung der preußischen Nationalversammlung, zeitgenössische Darstellung, November 1848

Am 10. und 15. November 1848 ließ der König durch das Militär die Beratungen der preußischen Nationalversammlung in Berlin auflösen. In Düsseldorf riefen revolutionäre Kräfte am 14. November 1848 daraufhin zum Steuerboykott auf, zu dessen Durchführung und Überwachung eine bewaffnete Bürgerwehr sich für "permanent“ erklärte und wenig später das örtliche Postamt nach Steuergeldern durchsuchte, was am 22. November 1848 die Verhängung des Belagerungszustandes über die Stadt und das Verbot der Bürgerwehr durch die Regierung nach sich zog. Am 5. Dezember verordnete der König die Auflösung der von ihm nach Brandenburg verlegten Nationalversammlung und oktroyierte am selben Tag selbst eine Verfassung, die weit hinter den Forderungen der Märzrevolution zurückblieb. Die Machtposition des Königs blieb dabei unangetastet. Dieser behielt sich das Vetorecht gegen alle Beschlüsse des preußischen Landtags vor sowie das Recht, das Parlament jederzeit auflösen zu können. Das Staatsministerium – die preußische Regierung – war nicht dem Parlament, sondern nur dem König gegenüber rechenschaftspflichtig. Dennoch enthielt die oktroyierte Verfassung zunächst noch einige aus der "Charte Waldeck“ übernommene liberale Zugeständnisse, die allerdings in den Folgemonaten modifiziert wurden.

Ende Mai 1849 wurde die Nationalversammlung durch das preußische Abgeordnetenhaus, zweite Kammer, ersetzt. Es wurde ein Dreiklassenwahlrecht eingeführt, um die Vorherrschaft der Besitzenden zu sichern. Dieses undemokratische Wahlrecht blieb in Preußen bis 1918 in Kraft.

Diese Reaktion führte vor allem in den westlichen Provinzen Preußens zu Gegenbewegungen. In ehemals liberal oder katholisch dominierten Wahlkreisen Rheinlands und der Provinz Westfalen wurden bei den Neuwahlen zum preußischen Abgeordnetenhaus vielfach demokratische Abgeordnete gewählt. Die Truppen des Königs hatten jedoch spätestens im Mai 1849 mit dem Scheitern des Iserlohner Aufstands in Westfalen und des Prümer Zeughaussturms im Rheinland die Überhand über die Revolution gewonnen.

Posen

Das Großherzogtum Posen war 1815 eine preußische Provinz. 1846 war zuletzt ein geheim geplanter großpolnischer Aufstand im Großherzogtum Posen aufgedeckt und schon im Keim niedergeschlagen worden. Dessen Anführer, der polnische Revolutionär Ludwik Mierosławski, wurde gefangen genommen, im Dezember 1847 im Polenprozess in Berlin zum Tode verurteilt, dann aber mit sieben anderen am 11. März 1848 zu lebenslänglicher Haft begnadigt.

Nach den Kämpfen am 18. und 19. März 1848 in Berlin wurden 90 polnische Revolutionäre, unter ihnen auch Mieroslawski und Karol Libelt, aus dem Gefängnis in Moabit entlassen. Im Anfangsstadium der Märzrevolution herrschte unter den Revolutionären eine polenfreundliche Haltung vor, die den folgenden Aufstand in Posen zunächst begrüßte und begünstigte. Mierosławski stellte sich kurz nach seiner Befreiung im April und Mai 1848 an die Spitze des Aufstands der Posener Polen gegen die preußische Herrschaft, die nun als deutsch empfunden wurde. Der Aufstand richtete sich gegen die Einbeziehung überwiegend polnischer Gebiete in die Wahlen zur Frankfurter Nationalversammlung und damit gegen die Inkorporation eines Teils von Polen in einen deutschen Nationalstaat. Ferneres Ziel war eine Vereinigung ganz Polens. Insofern zielte die Revolution in Posen auch auf die Befreiung des Königreichs Polen, des so genannten "Kongreßpolens“, das seit 1831 nach dem Verlust der Autonomie, als Provinz unter direkter russischer Herrschaft stand.

Im Zuge des Revolutionsverlaufs in Preußen, wo zunehmend wieder konservative Kräfte die Lage zu bestimmen begonnen hatten, war auch die anfängliche Polenbegeisterung einer nationalen Haltung in Preußen gewichen. Außerdem wollte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. wegen des Posener Aufstands keinen Krieg mit Rußland riskieren. Am 9. Mai 1848 wurde der Aufstand der Posener Polen von einer Übermacht preußischer Truppen niedergeschlagen und Mieroslawski erneut verhaftet. Auf Intervention Frankreichs wurde er nach kurzer Zeit begnadigt und nach Frankreich ausgewiesen; bis er im Juni 1849 von den badischen Revolutionären gerufen wurde, die ihn an die Spitze ihres Revolutionsheeres setzten.

Verweise



Einzelnachweise