Richard von Cornwall

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König Richard von Cornwall


Richard von Cornwall war ab 1257 deutscher König.

Leben

Richard von Cornwall entstammte der anglonormannischen Königsfamilie der Plantagenets. Sein Vater war der englische Königs „Johann ohne Land“, seine Mutter war Isabella von Angouleme. Seine Schwester war Isabellas, die letzte Gattin Kaiser Friedrichs II., er war somit Schwager des Stauferkaisers, als Vetter Ottos IV. aber auch mit den Welfen verwandt.

Er wurde durch die Gunst seines Bruders König Heinrichs III. zum reichsten Grundbesitzer Englands. Richard wurde einer der wichtigsten Unterstützer der Herrschaft seines Bruders. Wohl schon im Frühjahr 1250, insbesondere jedoch 1252/53, verhandelte der Papst mit Richard wegen einer Übernahme der sizilischen Königskrone. Wegen der Sicherheiten, die Richard forderte, führten die Gespräche zu keinem Ergebnis.

1269 heiratete Richard eine deutsche Grafentochter.

1261 wählte ihn die stauferfeindliche Partei in Rom zum Senator. In Deutschland, das er viermal besuchte, vermochte er aufgrund seines Reichtums einige Aktivitäten zu entfalten, wenn er auch nie rechtsrheinischen Boden betrat. König Ottokar II. von Böhmen empfing von ihm im Jahre 1262 die schriftliche Belehnung mit den Herzogtümern Österreich und Steiermark.

Deutscher König

Sein eigener Ehrgeiz zeigte sich 1257, als er sich während des Interregnums am 13. 1.1257 bei der Doppel-Wahl in Frankfurt zum römisch-deutschen König wählen ließ. Trotz mehrerer Besuche im römisch-deutschen Reich konnte er aber seine Herrschaft nicht durchsetzen.


Verweise