Rinckart, Martin

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • * 24. April 1586 in Eilenburg
  • † 8. Dezember 1649 ebenda


Das Lied von Martin Rinckart ist die eigentliche Hymne der Deutschen, die auch schleunigst die jetzige hoffmannsche Pseudo-Hymne ersetzen sollte.


Leben

Rinckart war Schüler von Seth Kalwitz. Er hatte verschiedene Pfarrstellen inne bevor er dann lebenslang in Eilenburg wirkte. Rinckart wirkte während der gesamten Dauer des 30jährigen Krieges viel Gutes in seiner Heimtstadt.

Rinckart war fanatischer Lutheraner und verfaße vielerlei Schriften und Dramen zu Ehren des „Reformators“. Anläßlich des Jubiläums der fatalen Augusburgischen Konfession schrieb er:

"Daß diese und etliche folgende Wunderfreudentage die fröhlichsten gewesen, die ich auf Erden gehabt, wird bezeugen alles, was ich daran getan, geredet und geschrieben habe, sonderlich aber vier parodia."[1]

Von Rinckarts sieben geplanten "Lutherdramen" sind nur drei im Druck erschienen und überliefert:

  1. Der Eislebische christliche Ritter (1613)[2]
  2. Indulgentiarius … Eißlebische Mansfeldische Jubel-Comoedia von der Beschämung Johann Tetzels (1618)
  3. Monetarius … Der Müntzerische Bauern-Krieg (1625).

Hymnen Martin Rinckart's

Verweise


Einzelnachweise

  1. Mit "parodia" meinte er wahrscheinlich die Transformierung von Bibelstellen in christliche Gesänge.
  2. Verwendet zum ersten Mal in der deutschen Literatur die bekannte Ringparabel.