Sankt Martins Tal (Ka.)

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Die Kartause Sankt Martins Tal war ein Kloster in Neukirchen in Obersachsen.


Lage

Neukirchen liegt zwischen Krimmitschau und Werdau.

Geschichte

Die Kartause entstand aus dem alten Augustinerkloster im Martinstal. Dieses wurde 1478 mit Genehmigung von Papst Sixtus IV. in ein Kartäuserkloster umgewandelt. Die Initiatoren der Umwandlung waren die Witwe des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen, Margarete, aus Dankbarkeit über die Errettung ihrer entführten Söhne und der Besitzer von Stadt und Schloß Krimmitschau, Hans Federangel.

Da Kartäusermönche keine Seelsorge betreiben, durfte die Gemeinde die Martinskirche im Klosterbezirk nicht mehr besuchen. Es mußte eine neue Kirche erbaut werden. Diese Kirche entstand unter Hans Federangel und seinem Nachfolger Kilian Schicker, wurde am 11. November 1495 geweiht und gab dem Zusammenschluß der Orte den heute verwendeten Namen Neukirchen. Der Haupteingang und die Grundmauern des Turmes sind noch heute erhalten, das baufällige Kirchengebäude selber wurde 1869 durch einen größeren Neubau ersetzt.

Verweise