Sein Segen fließt daher wie ein Strom

Aus Monarchieliga
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  • BWV A 14
  • Autor: unbekannt


Dies ist eine Trauungskantate von J. S. Bach aus dem Jahre 1725. Sie wurde für die Trauung von Christof Friedrich Lösner und Johanna Elisabeth Scherling geschaffen. Die Musik ist leider verlorengegangen.


Text der Kantate

Teil 1: Vor der Trauung

Coro: Sein Segen fließt daher wie ein Strom

Sein Segen fließt daher wie ein Strom, und tränket die Erde wie eine Sündflut.[1]

Recitativo

Des Himmels Fenster öffnen sich
mit solchen unerschöpften Güssen,
beglücktes Paar, indem sie Dich
durch dieses Beispiel lehren müssen,
es darf der Liebe heil'gen Quellen
sich nie ein Sorgenstein,
noch Hindernis entgegen stellen,
und schädlich sein.
Was dort ein weiser Hiram tat,
der von des Libanons erhabnen Spitzen
des Holzes Menge flößt,
und seinen Ruhm an fremdes Ufer stößt,
das tut, gepries'ner Mann, dein kluger Rat.
Drum wirst Du wohl in balder Sicht
so viele Stämme bringen,
als Dir der Himmel Heil verspricht
und nun bei Deiner Lust
aus mancher Brust
zum Himmel Seufzer dringen,
der Höchste lasse sie gelingen.

Aria

Wohl Dir, da zur erwünschten Stunde,
von des Altars geweihten Grunde,
ein unergründlich Wasser schießt.

So laß Dein Halleluja schallen,
wenn diese Ströme zu Dir wallen,
durch die der Segen reichlich fließt.

Nach der Trauung

Arioso

Ein, Mara weicht von Dir mit allen Bitterkeiten,
Dir ist der Anmut Milch und Honig zugedacht,
denn Mosis Segenswort kann einen Strom bereiten,
den selbst der Lebensbaum Dir heute lieblich macht.

Recitativo

So stelle Dich, glücklich vereinigt Paar,
nun als ein Zeugnis dar,
daß Dir aus Gottes Segens Schlüssen
mehr Kostbarkeiten werden müssen,
als dort die See aus Ophirs Reichen trägt,
mehr als man aus entfernten Grenzen
zu Salomonis Schätzen legt,
das soll bei Dir im Überflusse glänzen.

Aria

So tritt in dieses Paradies,
du sollst die güldnen Schätze spüren,
so Pisons Wellen in sich führen.
Sie werden durch gesegnet Steigen,
den Überfluß des Segens zeigen.

Verweise





Einzelnachweise

  1. Jes. Sir. 39, 27