Sigismund (Kaiser)

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Kaiser Sigismund
  • geb. 14. Februar 1368 in Nürnberg
  • † 9. Dezember 1437 in Znaim
  • Regierungszeit in Deutschland: 1414 - 1437


Sigismund war Deutscher König.


Wahl 1410

Diese Wahlen folgten auf den Tod König Ruprechts am 18. Mai 1410. Am 20. September erklärten drei der Kurfürsten Sigismund, den König von Ungarn und Sohn des verstorbenen Karl IV. zum König. Darunter war Friedrich I., Burggraf von Nürnberg, der im Namen Sigismunds handelte und behauptete, Kurbrandenburg zu vertreten, ohne aber vom amtierenden Markgrafen Jobst, dem Neffen des verstorbenen Kaisers, dazu befugt worden zu sein.

Wähler

Wahl 1411

Nach dem Tod Jobsts am 18. Januar 1411 gab es kein Hindernis für die Kurfürsten mehr, Sigismund, nun rechtmäßiger Kurfürst von Brandenburg, als König anzuerkennen. Nach sechs Monaten wurde eine Wahl abgehalten. Indem er diese Wahl anerkannte, erkannte Sigismund gleichzeitig stillschweigend die Ungültigkeit seiner Wahl von 1410 an.

  • Johann II. von Nassau, Kurfürst und Erzbischof von Mainz
  • Werner von Falkenstein, Kurfürst und Erzbischof von Trier
  • Friedrich III. von Saarwerden, Kurfürst und Erzbischof von Köln
  • Wenzel, König von Böhmen
  • Ludwig III., Pfalzgraf bei Rhein
  • Rudolf III. (Sachsen-Wittenberg), Kurfürst von Sachsen
  • Sigismund, Kurfürst von Brandenburg, auch König von Ungarn

Herrschaft

Sigismund war der Sohn von Kaiser Karl IV. und dessen dritter Gemahlin Elisabeth von Pommern. Sein Vorgänger auf dem deutschen Thron, König Wenzel war somit sein Halbbruder. Sigismund wurde in Ungarn erzogen, da er mit der Erbin Ungarns, Maria von Anjou verlobt war, die er im Jahre 1385 heiratete. Maria war die Tochter und Erbin Ludwigs des Großen, des Königs von Ungarn und Polen, Sigismund wurde somit Schwager des polnischen Königs Ladislaus II. Jagello. Maria starb nach zehnjähriger Ehe, ohne Sigismund Nachkommen geschenkt zu haben. Immerhin hat sie ihm das Königreich Ungarn hinterlassen. Sein Vater hatte ihm bereits als Zehnjährigen die Mark Brandenburg übertragen.

Im Jahre 1387 wurde Sigismund in Stuhlweißenburg zum König von Ungarn gekrönt. Zum zweiten Mal heiratete Sigismund im Jahre 1408, nämlich Barbara von Zilli.[1] Als Kind ging aus dieser Ehe Elisabeth von Luxemburg, die Erbin Ungarns und Böhmens hervor. Die Krone von Böhmen war ihm von seinem Bruder überlassen worden. Da Sigismund keine Söhne hatte, vererbte er die böhmische und ungarische Krone an seinen Schwiegersohn Albrecht von Habsburg, der auch deutscher König wurde. Mit Brandenburg hatte er zuvor den Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollen belehnt, eine der folgenschwersten Entscheidungen der Weltgeschichte. Sein Verhalten auf dem Konzil bzgl. der causa Hus & Hieronimus ist nicht untadelig. Zwar hatte er nicht das Geleit der Beschuldigten gebrochen, jedoch politisch falsche Entscheidungen getroffen. In den Jahren 1410 und 1411 wurde Sigismund zum deutschen König gewählt.

In Böhmen hatte Sigismund mit den ultranationalistisch-demokratischen Hussiten der verschiedensten Schattierungen bis hin zum Bolschewismus zu kämpfen. Erst 1434 wurden die Fanatiker besiegt, allerdings im Wesentlichen von den gemäßigten Hussiten. Im Ergebnis wurden weite Teile des Kirchengutes säkularisirt, die Geistlichkeit aus dem Landtag verbannt und eine bis zum heutigen Tage andauernde Konfessionsspaltung verfestigt.

Ehen

Verweise











Einzelnachweise

  1. Zilli ist ein Ort in der südlichen Steiermark, heute "Slowenien"