Siri, Giuseppe

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Giuseppe Siri (20. Mai 1906 in Genua, Italien; † 2. Mai 1989 in Villa Campostano, Italien) war der Erzbischof von Genua und Kardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben

  • 7. Mai 1944: Bischofsweihe
  • 14. Mai 1946: Ernennung zum Erzbischof von Genua
  • 12. Januar 1953: Erhebung zum Kardinal

Bei den beiden Konklaven des Jahres 1978 wurde er von den wenigen verbliebenen Katholiken favorisiert, unterlag aber in den Wahlen jeweils den Modernisten und Kirchenfeinden Albino Luciani und Karol Wojtyla.

Über Siri heißt es, er sei 1958 im Konklave bereits zum Papst gewählt gewesen und habe den Namen Gregor XVII. führen wollen. In den noch verschlossenen Räumen sei massiv Druck auf ihn ausgeübt worden u. a. mit dem Hinweis, er setze als prominenter Antikommunist das Leben von Klerikern im Machtbereich der bolschewistischen Massenmörder aufs Spiel. Letztlich habe er sich zu einem Rücktritt überreden lassen noch vor der öffentlichen Verkündung seiner Wahl. Somit sei der Weg frei gewesen für den Favoriten der Modernisten, Angelo Roncalli.

Gethsemani

Seine scharfsinnige Auseinandersetzung mit der "theologischen Bewegung unserer Zeit" hinterließ er in seinem auch in deutscher Sprache erschienenen Buch "Gethsemani".[1] Er griff darin namentlich die Theologen Henri de Lubac, Karl Rahner und Jacques Maritain an, warf ihnen Geschichtsfälschung vor und wandte sich gegen eine "historistische Geisteshaltung" und "absoluten existentiellen Relativismus" auf der Basis des "Kantischen Betrugs", gegen "radikale Verfälschung der Offenbarung" und "pluralistische Auflösung" des Glaubens an die Inkarnation Jesu Christi.

Verweise



Einzelnachweise

  1. Italienisch 1980, deutsch 1982