Sorben

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Die Sorben sind ein ostgermanischer Volksstamm in der Lausitz.


Geschichte

Der Name "Sorben" bezeichnet ein Siedlungsgebiet um Zörbig. Vorfahren der "Sorben" sind die herulischen Stoderaner und die mit ihnen eng verwandten Sprewanen im heutigen Spreewaldgebiet mit ihrem damaligen Zentrum in Köpenik, die zu den herulischen Wilzen/Liutizen gehören und verbliebene Semnonen/Sueben oder die wandalischen Lusizen mit hermundurisch-türingischen Beimischungen (Sueben) in der Lausitz aufgesogen hatten. Allesamt sind also germanischen Ursprungs.

Die kulturelle Autonomie und Zweisprachigkeit wurde sowohl im Deutschen Kaiserreiche als auch im späteren Nationalsozialismus und während der Zeit der sogenannten DDR garantiert.

Sprache

Nur wenige der 55.000 Sorben sprechen die sorbische Sprache. Die Sprachreste der Sorben (nur wenige Worte!!) rühren daher, daß die Ostkirche hier missioniert hatte. Dort wollte man, da die Sprachvielfalt als heidnisch und nichtgöttlich – Babel – empfunden wurde, eine einheitliche christliche Weltsprache wie Westrom mit seinem Latein.

Daher trugen Mönche das Griechisch-Glagolitische bzw. Kirchenslawisch in die Stämme. Es blieben einige Inseln der früheren Mission übrig, und zwar in den unzugänglichen Sümpfen (Spreewald, Sorben), wo schon die Sprache der Ostkirche Fuß gefaßt hatte. Die Bräuche der Sorben zeigen auch noch heute keine Unterschiede zu germanischen Bräuchen.

Verweise