Stoderaner

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  • auch "Heveller"


Die Stoderaner waren ein germanisches Volk an der mittleren Havel.


Name

Der Name "Heveller" leitet sich vom germanischen Flußnamen Habula (Havel) ab. Der Name "Stodoraner" soll von einem sagenhaften Land "Stodor" stammen.

Geschichte

Das Siedlungsgebiet der Heveller erstreckte sich an den Fluß- und Seeufern des Havelbogens von Spandau bis hinter Rathenow. Hauptburg und Sitz des Herrschers war seit dem 9. Jahrhundert die Brandenburg.

Die Wirtschaft mit schwachem Getreidebau und ausgeprägter Jagd war weniger entwickelt als in den anderen Gebieten der Elb- und Ostseegermanen, doch fällt im 11. Jahrhundert eine große Menge kleiner Silberschätze auf, deren Besitzer mit einer berittenen Oberschicht in Verbindung gebracht werden, die vielleicht frei war, Boden besaß und offenbar am Fernhandel teilnahm, in unbefestigten Siedlungen und in Burgen lebte und als Kastellane über die Burgen der westlichen und östlichen Havelgrenze gebot (Rathenow, Potsdam, Spandau).

Die Herrschaft der Stoderaner, die um 1150 ihr Ende fand, ist die ostgermanische Wurzel der nun entstehenden Mark Brandenburg.

Verweise