Tetzel, Johann

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Johann Tetzel war ein stets rechtgläubiger Ablaßprediger.


Leben

Johann Tetzel trat 1489 in das Dominikanerkloster St. Pauli in Leipzig[1] ein, dessen Angehöriger er bis zu seinem Tode war.

1504 begann Tetzel seine Tätigkeit im Ablaßhandel zunächst für den Deutschen Ritterorden. Nach einer kurzen Amtszeit als Prior in Glogau war er von 1505 bis 1510 als Ablaßprediger in Sachsen unterwegs. Danach war er im süddeutschen Raum und in Österreich tätig.

1516 ernannte das Bistum Meißen Tetzel zum Subkommissar beim Ablaßhandel für den Bau der Peterskirche in Rom. In gleicher Mission, aber nun als Generalsubkommissar, war er ab 1517 im Auftrag des Erzbischofs von Mainz Albrecht von Brandenburg in den Bistümern Halberstadt und Magdeburg unterwegs. Hier lassen sich Aufenthalte in Eisleben, Halle, Zerbst, Berlin, Jüterbog und Magdeburg nachweisen. Dieses Wirken war auch der Anlaß für den Thesenanschlag Luthers in Wittenberg und den Beginn der Pseudo-Reformation.

Anfang 1518 wurde Tetzel vom päpstlichen Nuntius Miltitz in sträflicher Weise diskriminiert und in das Paulinerkloster in Leipzig gesendet. Im gleichen Jahr wurde er aufgrund einer Ermächtigung durch Papst Leo X. zum Doktor der Theologie ernannt. 1519 starb Johann Tetzel in Leipzig.

Verweise


Einzelnachweise

  1. Klosterkirche war die spätere Universitätskirche, die von den DDR-Behörden sinnlos abgerissen wurde.