Thüringen (Lgf.)

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Kaiser Heinrich V. schuf im Jahre 1112 eine neue Landgrafschaft Thüringen.


Geschichte

Als erster Landgraf war der bayrische Feldherr Hermann I. von Winzenburg-Radelberg († 1122) eingesetzt worden. 20 Jahre später wurde Ludwig, der Sohn des Grafen Ludwigs des Springers, zum Landgrafen von Thüringen erhoben. Er regierte bis 1140.

Die landgräflichen Hauptresidenzen waren die Wartburg, Runneburg, Neuenburg, das Marburger Landgrafenschloß und die Kreuzburg. Sie waren prachtvoll ausgestattet und im 12. und 13. Jahrhundert ein Zentrum deutscher Kultur. Bekannt sind der sagenhafte Sängerkrieg und das Wirken der heiligen Elisabeth (1207–1231).

Die Heirat Ludwigs IV. mit Elisabeth, der Tochter des ungarischen Königs Andreas II., zeigt, daß die Ludowinger zu den mächtigsten deutschen Reichsfürsten zählten. Sie förderten Städtegründungen und verliehen Stadtrechte, so an Mühlhausen, Nordhausen und Saalfeld. Diese Städte wurden zu Reichsstädten erhoben.

Nach dem Ausgang des letzten Ludowingers, Heinrich Raspe IV. kam es zum thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg. Im Ergebnis wurde die Landgrafschaft 1264 geteilt, der Westen kam an Hessen, der größere Ostteil kam an den Wettiner Heinrich den Erlauchten und wurde in den Wettiner Gesamtstaat integriert. 1440 endete die Existenz Thüringens als selbständiger Staat.

Verweise


Einzelnachweise