Tietmar von Minden

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  • * Bayern
  • † 5. März 1206 in Minden


Tietmar von Minden war Bischof von Minden von 1185 bis 1206.


Wirken

Am 21. März 1189 verlieh König Heinrich VI. Bischof Tietmar von Minden das Recht, die bei Dehem[1] und bei Kruckeberge[2] entdeckten Silbervorkommen auszubeuten.

Im Jahr 1200 weiht Tietmar das Kloster Marienwerder ein. Von Tietmar wird berichtet, daß er, tugendhaft und asketisch in den persönlichen Dingen, die Mindener Kirche mit Umsicht und Weisheit geführt habe. Tietmar wird als Heiliger verehrt.

Sein Gedenktag ist sein Todestag, der 5. März.

Heiligenlegende

Über Tietmar wird überliefert, daß er an einem Karfreitag, wie es bei ihm üblich war, bei Wasser und Brot fasten wollte, obgleich er körperlich sehr geschwächt war. Das Wasser, das sein Diener aus dem Brunnen geschöpft hatte, war jedoch zu Wein geworden. Tietmar wies den Trank zurück und verlangte abermals nach Wasser.

Als er immer und immer wieder Wein vorgesetzt bekam, begann er, dem Diener zu mißtrauen. Schließlich begleitete er ihn zum Brunnen und beobachtete genau, auf welche Weise dieser das Wasser schöpfte. Als er selbst bemerkte, wie sich das Wasser in Wein verwandelt hatte, dankte er Gott dafür, dass dieser ihn trotz seiner Unwürdigkeit mit diesem wunderbaren Getränk gestärkt habe.

Verweise



Einzelnachweise

  1. heute: Ortsteil Dehme der Stadt Bad Oeynhausen
  2. heute: Ortsteil Krückeberg der Stadt Hessisch Oldendorf