Unverständlicher Kuehnelt-Leddihn

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Kuehnelt-Leddihn und Ebf. Lefebvre

In seinem letzten Buch "Weltweite Kirche" geht EKL auf Erzbischof Lefebvre ein. Er wirft ihm, und mit ihm allen Traditionalisten, ohne Beleg vor, lediglich eine Reaktion auf das Linkskatholikentum zu sein. Dies sei "Spießertum". Auf Seite 176 heißt es:

"Das menschliche Produkt dieser "Richtungen" sind dann Kleriker wie Erzbischof Lefebvre und der Theologe Hans Küng. Mit dem Erzbischof hatte ich eine längere Unterredung. Ich fand ihn völlig humorlos (was immer sehr bedenklich ist) und sagte seinen Anhängern, daß ich ihm meine Sympathie gäbe, nicht aber meine Unterstützung - und dies aus einer Reihe von Gründen.“

Es ist erstaunlich, daß EKL, der sonst häufig sehr vielsagend ist, über diese "vielen Gründe" aber in seinem gesamten bekannten Werk keinerlei Auskunft gibt. Auf Seite 579 wiederholt EKL seine Bemerkung mit der "Sympathie" und fährt fort: "Ich fand seine Haltung dem Vatikan gegenüber völlig irrational." Warum? Die Antwort auf diese Frage hat der Rationalist EKL mit ins Grab genommen.

Kirche kontra Zeitgeist

In dem drei Jahre zuvor erschienenen Kirche contra Zeitgeist äußerte sich EKl in ähnlichem Sinne. Aus Seite 92 heißt es:

"Luther war - ich wiederhole es - als Konservativer gegen die "damalige Moderne", aber die katholische Kirche ist nicht "konservativ" in einem nur rückblickenden Geist, sondern in einem gewissen Sinn "additiv". Alles sich Entfaltende, Wachsende ist "additiv", da neue Zellen organisch hinzukommen, die aber natürlich "genetisch" schon vorprogrammiert sind.
So wird ein echtes Dogma nie abgeschafft werden, wohl aber ein weiteres, ein neues hinzukommen, oder auch ein altes besser oder deutlicher interpretiert. Für diesen Vorgang, für dieses Wachstum der Kirche haben wir ja ihre petrinische Magistratur, die sowohl für die Bewahrung, die Säuberung als auch für die Entwicklung zuständig ist. So gesehen ist Martin Luther ein Erzbischof Lefebvre seiner Tage. Man sollte weder beim verstorbenen Erzbischof noch bei Luther an dem sehr ernsten, wahrhaftig religiösen Anliegen zweifeln."

Nun war aber Luther keinesfalls "konservativ" sondern ein notorischer Besserwisser, der mit einem gewissen Sinn für die Bedürfnisse des Pöbels vernichten und zerstören wollte. Abgesehen von einem gewissen Augustinismus verband ihn nichts mit der Tradition und dem Traditionsprinzip.


Verweise