Wünschet Jerusalem Glück (Ratswahl)

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  • BWV A 4


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Dies ist eine verschollene Ratswahlkantate von 1729, erhalten ist der Textdruck Pikanders. Das Werk wurde vertont von Johann Sebastian Bach im Jahre 1727.

Text

Chorus: Wünschet Jerusalem Glück

Wünschet Jerusalem Glück, es müsse wohl gehen denen, die dich lieben,
es müsse Frieden sein inwendig in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen.[1]

Aria: Rühm' und lobe

Rühm' und lobe, sing und preise,
du erwählte Gottesstadt!

Weil des Allerhöchsten Treu'
über dir noch täglich neu,
und auf väterliche Weise
dich bisher erhalten hat.

Rec.: Gottlob, der Herr hat viel an uns getan

Gottlob, der Herr hat viel an uns getan!
Er ist und bleibet unser Teil,
sein Wort wohnt reichlich in dem Lande,
und Glück und Heil
trifft man in allem Stande
Im Überfluß und Segen an.
Der Herr hat viel an uns getan.
In unsern Mauren blühet Friede,
Recht und Gerechtigkeit
hat bis hieher einander küssen,
und Güt' und Treu
einander stets begegnen müssen.
Der Höchste steh uns ferner bei,
und sei auch über uns're Stadt,
in der er Lust zu wohnen hat,
nicht ferner des Erbarmens müde!

Aria: Herrscher aller Seraphinen

Herrscher aller Seraphinen,
Herr, dem alle Szepter dienen,
sei der Schutzherr allezeit
unsrer lieben Obrigkeit!

So wollen wir ferner mit Loben und Singen,
die Farren der Lippen zur Dankbarkeit bringen.

Rec.: Herr, weihe selbst das Regiment mit deinem Segen ein

Herr, weihe selbst das Regiment mit deinem Segen ein,
laß Ehr' in deinem Lande sein!
Laß die, so [die] hier dein Volk regieren,
den Geist der Weisheit führen,
daß alle Taten
zu deines Namens Ruhm geraten.

Choral: Verleih uns Frieden gnädiglich

Verleih uns Frieden gnädiglich,
Herr Gott, zu unsern Zeiten,
es ist doch ja kein andrer nicht,
der für uns könnte streiten,
denn du, unsr Gott, alleine.
Gib unsern Fürsten und all'r Obrigkeit
Fried' und gut' Regiment,
daß wir unter ihnen
ein geruhig und stilles Leben führen mögen
in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.
Amen.

Verweise




Einzelnachweise

  1. Psalm 122, 6-7