Walkenried (Rabt.)

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Die Zisterze Walkenried


Das Kloster Walkenried ist eine Zisterzienserreichsabtei am Südrand des Harzes.

Geschichte

Im Jahre 1127 stiftete Adelheid von Walkenried das Kloster als drittes Zisterzienserkloster im deutschsprachigen Raum. Während einer Pilgerreise hatte sie Mönche des neugegründeten Zisterzienserklosters Kamp am Niederrhein kennengelernt und ihnen die Besiedlung ihres Landes angeboten.

Ein Bachlauf und die unmittelbare Nähe zum Harz erfüllten die Standortkriterien der Zisterzienser: ausreichende Entfernung zu Siedlungen, Lage an einer Niederung mit Wasserlauf und Möglichkeit zur wirtschaftlichen Entfaltung, so daß der Gründungskonvent aus Kamp 1129 einzog und mit dem Bau der romanischen Kirche beginnen konnte. Durch das Prinzip der Eigenwirtschaft und das straffe, zentralistische Ordnungsgefüge wuchs das Kloster innerhalb kürzester Zeit. Im Jahre 1132 bestätigte Kaiser Lothar III. die Klosterstiftung.

In den Jahren 1132 und 1141 wurden die Tochterklöster Pforta und Sittichenbach gegründet. Walkenried betrieb in den folgenden Jahrhunderten zahlreiche Grangien[1] in weiter Umgebung. Das Kloster war auch im Bergbau und Verhüttung am Rammelsberg und im Harz weithin tätig. Das Kloster hat sich zu einem Klosterkonzern entwickelt. Die weit über 90 Meter lange Klosterkirche, eine der größten Kirchen Norddeutschlands, wurde 1290 nach rund 80 jähriger Bauzeit geweiht. Der berühmte Lesegang und die Klausur wurden bald darauf fertiggestellt.

In seiner Blütezeit im 13. Jahrhundert lebten, beteten und arbeiteten rund 100 Chormönche und über 200 Konversen im Kloster. Aufgrund seiner wirtschaftlichen Tätigkeiten wurde das Kloster Walkenried zu einem der reichsten und politisch bedeutendsten Klöster der Zisterzienser.

Verweise





Einzelnachweise

  1. Wirtschaftshöfe