Warum betrübst du dich, mein Herz

Aus Monarchieliga
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  • Autor: Hans Sachs
  • Weise: B. Monoetius, Krailsheim 1565


Die Hymne im Werk J. S. Bach's

  • Der zeitlichen Ehr’n. Schlußchoral der Kantate 47
  • Warum betrübst du dich, mein Herz. Diese Choralkantate stammt nicht aus dem Choralkantatenjahrgang, sondern ist bereits ein Jahr früher entstanden. Sie ist von so großem auch formalem Reichtum, daß sie alle Kriterien sprengt. Von der selbst für Bach außergewöhnlichen musikalischen Schönheit kann an dieser Stelle leider nicht geredet werden!
  • Warum betrübst du dich, mein Herz. Zwei vierstimmige Choralgesänge BWV 420 und 421. Der Choralsatz BWV 421 wurde von Schicht als Schlußchoral der Motette "Ich lasse dich nicht" BWV A. II 159 hinzugefügt.
  • Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Dies ist die Motette, die gelegentlich auch Bachs Onkel Johann Christoph zugeschrieben wird.


Text der Hymne

1. Warum betrübst du dich, mein Herz,
bekümmerst dich und trägest Schmerz,
nur um das zeitlich Gut?
Vertrau du deinem Herren Gott,
der alle Ding' erschaffen hat.


2. Er kann und will dich lassen nicht,
er weiß gar wohl, was dir gebricht,
Himmel und Erd ist sein!
Mein Vater und mein Herre Gott,
der mir beisteht in aller Not.


3. Weil du mein Gott und Vater bist,
dein Kind wirst du verlassen nicht,
du väterliches Herz!
Ich bin ein armer Erdenkloß,
auf Erden weiß ich keinen Trost.


4. Der Reich' verläßt sich auf sein Gut,
ich aber will vertrau'n mein'm Gott,
ob ich gleich wird' veracht,
so weiß ich und glaub' festiglich,
wer Gott vertraut, dem mangelt's nicht.


5. Elias, wer ernähret dich,
da es so lange regnet nicht,
in so schwer teurrer Zeit?
Ein' Witwe aus Sidonier Land,
zu welch'r du von Gott warst gesandt.


6. Da er lag unterm Wacholderbaum,
der Engel Gott's vom Himmel kam,
und bracht ihm Speis und Trank,
er ging gar einen weiten Gang,
bis zu dem Berg, Horeb genannt.


7. Des Dani-els Gott nicht vergaß,
da er unter den Löwen saß,
sein'n Engel sandt' er hin,
und ließ ihm Speise bringen gut,
durch seinen Diener Habakuk.


8. Joseph in Ägypten verkaufet ward,
von Pharao gefangen hart,
um sein'r Gott'sfürchtigkeit.
Gott macht ihn zu ein'm großen Herrn,
daß er konnt' Vat'r und Brüd'r ernähr'n.


9. Es ließ auch nicht der treue Gott,
die drei Männer im Feu'rofen rot,
sein'n Engel sandt' er hin,
bewahrt' sie vor des Feuers Glut,
und half ihnen aus aller Not.


10. Ach Gott, du bist noch heut' so reich,
als du gewesen ewiglich,
mein Vertrau'n steht ganz zu dir,
mach mich an meiner Seele reich,
so hab ich g'nug, hier und ewiglich.


11. Der zeitlichen Ehr'n
will ich gern entbehr'n,
du wollst mir nur das Ew'ge gewähr'n,
das du erworben hast
durch deinen herben, bittern Tod,
das bitt' ich dich, mein Herr und Gott.


12. Alles, was ist auf dieser Welt,
es sei Silber, Gold oder Geld,
Reichtum und zeitlich Gut,
das währt nur eine kleine Zeit
und hilft doch nicht zur Seligkeit.


13. Ich dank' dir, Christe, Gottes Sohn,
daß du mich solch's erkennen lahn,
durch dein göttliches Wort.
Verleih mir auch Beständigkeit,
zu meiner Seelen Seligkeit.


14. Lob, Ehr und Preis sei dir gesagt,
für alle dein erzeigt Wohltat,
und bitt demütiglich
laß mich nicht von dein'm Angesicht,
verstoßen werden ewiglich.


Verweise