Wer Dank opfert, der preiset mich

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  • BWV 17
  • BC A 131


Text des Werks

Teil 1

Coro: Wer Dank opfert, der preiset mich

Wer Dank opfert, der preiset mich, und das ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.

Recitativo: Es muß die ganze Welt ein stummer Zeuge werden

Es muß die ganze Welt ein stummer Zeuge werden
von Gottes hoher Majestät,
Luft, Wasser, Firmament und Erden,
wenn ihre Ordnung als in Schnuren geht.
Ihn preiset die Natur mit ungezählten Gaben,
die er ihr in den Schoß gelegt.
Und was den Odem hegt,
will noch mehr Anteil an ihm haben,
wenn es zu seinem Ruhm so Zung als Fittich regt.

Aria: Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit langt, so weit die Wolken gehen.

Wüßt' ich gleich sonsten nicht, wie herrlich groß du bist,
so könnt ich es gar leicht aus deinen Werken sehen.
Wie sollt man dich mit Dank davor nicht stetig preisen,
da du uns willt den Weg des Heils hingegen weisen.

Teil 2

Evangelista: Einer aber unter ihnen, da er sahe

Einer aber unter ihnen, da er sahe, daß er gesund worden war, kehrete um und preisete Gott mit lauter Stimme und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen und dankete ihm, und das war ein Samariter.

Aria: Welch Übermaß der Güte schenkst du mir

Welch Übermaß der Güte
schenkst du mir!
Doch was gibt mein Gemüte
dir dafür?

Herr, ich weiß sonst nichts zu bringen,
als dir Dank und Lob zu singen.

Recitativo: Sieh' meinen Willen an

Sieh meinen Willen an, ich kenne, was ich bin:
Leib, Leben und Verstand, Gesundheit, Kraft und Sinn,
der du mich läßt mit frohem Mund genießen,
sind Ströme deiner Gnad, die du auf mich läßt fließen.
Lieb, Fried, Gerechtigkeit und Freud in deinem Geist
sind Schätz, dadurch du mir schon hier ein Vorbild weist,
was Gutes du gedenkst mir dorten zuzuteilen
und mich an Leib und Seel' vollkommentlich zu heilen.

Corale: Wie sich ein Vater erbarmet

Wie sich ein Vatr erbarmet
üb'r seine junge Kindlein klein,
so tut der Herr uns Armen,
so wir ihn kindlich fürchten rein.
Er kennt das arme Gemächte,
Gott weiß, wir sind nur Staub.
Gleichwie das Gras vom Rechen,
ein Blum und fallendes Laub,
Der Wind nur drüber wehet,
so ist es nimmer da:
Also der Mensch vergehet,
sein End, das ist ihm nah.


Verweise