Widukind von Korvey

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • * um 920
  • † 3. Februar nach 973 in Korvey


Widukind von Korvey war ein bedeutender altsächsischer Geschichtsschreiber. Er ist der Verfasser der Res gestae Saxonicae.


Leben und Werk

Widukind trat um 940 in das Benediktinerkloster Corvey ein. Otto der Große dürfte etwa 30 mal mit Widukind zusammengetroffen sein.

Sachsengeschichte

Hauptwerk Widukinds ist seine Sachsengeschichte Widukindi monachi Corbeiensis rerum gestarum Saxonicarum. Sie wurde zwischen 960 und seinem Abscheiden verfaßt und der Tochter Ottos I., Matilde, der ersten Äbtissin des Stifts Quedlinburg gewidmet.

Die Sachsengeschichte besteht aus drei Büchern. Jedes Buch hat eine Vorrede. Die Vorreden sind zugleich an die Äbtissin Mathilde gerichtete Widmungsschreibungen. Das erste Buch der Sachsengeschichte berichtet über die Frühgeschichte des sächsischen Stammes bis zum Tod Heinrichs I. (936). Das zweite Buch schildert die Ereignisse von der Königserhebung Ottos I. bis zum Tod seiner ersten Gemahlin Edgid (946). Das dritte Buch reichte ursprünglich nur bis in das Jahr 967, wurde dann aber von Widukind noch bis zum Tod Ottos I. fortgeführt.

In seinem Werk überlieferte er die Stammsage der Sachsen und gab zugleich das lebendigste Zeugnis für die Zeit Heinrichs I. und Ottos I., wobei letzterer den Schwerpunkt seines Werkes bildet. Widukind ist durchdrungen von der Größe und Bedeutung des Sachsenstammes in der Vergangenheit und seiner zum ostfränkischen Königtum aufgestiegenen Herrscher seiner Zeit.

Widukind läßt zentrale Ereignisse wie die Kaiserkrönung Ottos I. in Rom 962, die Gründung der Bistümer Brandenburg und Havelberg sowie die Gründung des Erzbistums Magdeburg 968 unerwähnt.

Verweise