Zesen, Philipp von

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  • auch: Filip Cösius oder Caesius, Pseudonym: Ritterhold von Blauen
  • * 1619 in Priorau, südlich von Dessau
  • † 1689


Philipp von Zesen war ein mitteldeutscher Dichter.


Leben

Philipp von Zesen gilt als erster deutscher Berufsschriftsteller. Sein autobiographischer Roman Die Adriatische Rosemund von 1645 gilt als der erste große deutsche Roman der Barockliteratur, seine Poetik hatte einen hohen Einfluß auf die Entwicklung der deutschen Metrik.

1653 wurde Zesen von Kaiser Ferdinand III. persönlich geadelt, und 1667 wurde er zum Hofpfalzgrafen erhoben. Wahrscheinlich gründete Zesen schon 1642 in Hamburg eine Sprachgesellschaft mit Namen „Deutsch-Zunfft“. Ein Jahr später ging diese aber in die „Deutschgesinnte Genossenschaft“ über.

Diese Vereinigung hatte sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die deutsche Sprache zu bewahren und Einflüsse durch Fremdwörter zu vermeiden. Zesen erfand für zahlreiche Fremdwörter Verdeutschungen, so Ableitung (Derivation), Abstand (Distanz), Angelpunkt (Pol), Anschrift (Adresse) und viele mehr.

Hymnen Philipp von Zesen

Verweise