Zum Interview des Bischofs Fellay (Bf. Donald Sanborn)

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Bischof Fellay war in den vergangenen 24 Jahren Chef der FSSPX und er gab der Tagespost vor wenigen Tagen ein Interview, das unsere Aufmerksamkeit verdient.

Zunächst dieses: „Wir haben niemals behauptet, daß das 2. Vatikanum manifest irgendwelche Häresien lehrt. Hingegen entfernt das 2. Vatikanum den Schutz der Kirche vor dem Irrtum.

Ist das eine richtige Aussage? Hat das Zweite Vatikanische Konzil die Kirche lediglich dem Irrtum preisgegeben? Oder enthielt es tatsächlich Häresien? Richtige Antwort: Es enthielt Häresien.

Die Häresien

Ökumenismus

Die Erste Häresie des II. Vatikanischen Konzils ist der Ökumenismus. Das Dokument Unitatis redintegratio (Dekret über den Ökumenismus) enthält eine eklatante Häresie gegen das katholische Dogma, welches lehrt, daß es außerhalb der Kirche keine Erlösung gibt.

Die Synode erklärt:
Daraus folgt, daß die getrennten Kirchen und Gemeinschaften als solche, obwohl wir glauben, daß sie in mancher Hinsicht mangelhaft sind, keineswegs ohne Bedeutung und Wichtigkeit im Geheimnis der Errettung sind. Denn der Geist Christi hat nicht davon Abstand genommen, sie als Heilsmittel zu verwenden, die ihre Wirksamkeit aus der Fülle der Gnade und des der Kirche anvertrauten Wahren beziehen.
Die katholische Kirche lehrt als Dogma - es wurde von Pius IX. als „bekanntestes katholisches Dogma“ bezeichnet - daß außerhalb der [katholischen] Kirche keine Erlösung möglich ist. Das Konzil erklärt das genaue Gegenteil des katholischen Dogmas, nämlich daß es außerhalb der katholischen Kirche eine Errettung gibt, daß die nichtkatholischen Religionen ihren Anhängern Erlösung bringen können und daß sie in der Tat das Mittel sind, durch das sie gerettet werden. Das ist Häresie.

Religionsfreiheit

Zweite Häresie des 2. Vatikanums ist die Religionsfreiheit. Die katholische Kirche, die sich als die wahre, von Jesus Christus gegründete Kirche versteht und außerhalb derer es kein Heil gibt, versteht die Religionsfreiheit als die Freiheit der katholischen Kirche, ihre Mission in der Welt zu erfüllen, sich überall zu etablieren, frei als eine vom Staat getrennte Einheit zu fungieren. Sie verlangt auch die Freiheit ihrer Anhänger, ihren katholischen Glauben ohne Schikane oder Belästigung zu bekennen und zu praktizieren.

Die Kirche verurteilt die der hl. Schrift widersprechende Vorstellung, daß alle Religionen dieselben Freiheiten und dieselben Rechte haben. Dies zu behaupten wäre dasselbe wie zu behaupten, daß eine Person oder Organisation das Recht habe, etwas Falsches zu tun. Doch dies wäre im Gegensatz zum Naturrecht und somit zur Lehre der Kirche. Man kann das Recht haben, etwas richtig zu machen, jedoch niemals das Recht, etwas falsch zu machen.

Freiheit ist das Vermögen, das Gute zu wählen!

Lizenz hingegen wäre die Freiheit, die fälschlicherweise dem Willen zur Wahl des Bösen zugesprochen wird. Damit die wahre Freiheit ausgeübt wird, ist es notwendig, daß sie keine Pflicht verletzt. Denn die Freiheit existiert nicht für das Böse, sondern für das Gute. Deshalb, so oft der Mensch die Freiheit mißbraucht, um das Böse zu begehen, sollte dies nicht Freiheit, sondern Lizenz genannt werden.

Die Gewissensfreiheit ist in jeder Hinsicht gottwidrig. Der Mensch ist strikt verpflichtet, sein Denken richtig auf Gott auzurichten. Sich gegen die Natur zu stellen ist „Lizenz“, nicht Freiheit. Sprechen wir über freiwillige Übertretungen der Pflichten gegen Gott, dann ist die genannte Lizenz gottwidrig. Der Mensch kann nun über Gott denken, was immer er will und das ist gegen Gott gerichtet.

Die Religionsfreiheit ist in sich absurd. Dies ist bereits durch vorgenanntes bewiesen. Denn die Religionsfeiheit wird beeinträchtigt nur durch die Gewissensfreiheit. Da diese absurd ist, folgt, daß auch die Religionsfreiheit absurd ist.

Doch man muß noch mehr sagen: Läßt man die Religionsfreiheit zu, dann nimmt man Gott das Recht, den Menschen einen festgelegten Gottesdienst vorzuschreiben. Doch Gott hat den Menschen einen Gottesdienst vorgeschrieben, denjenigen der katholischen Religion. Er braucht also nicht jeden beliebigen Gottesdienst anzuerkennen. Der Mensch kann nicht die Regeln, die Gott setzt, zurückweisen und Gestalter seines eigenen Kultes sein. Es ist sinnlos, Gott die Fähigkeit zu nehmen, seinen Gottesdienst vorzuschreiben. Die Religionsfreiheit ist in sich falsch und absurd.

Das 2. Vatikanum hingegen lehrt, daß die Religionsfreiheit für das Individuum und für die Gemeinschaft ein Recht wär, das sich aus der menschlichen Würde ergibt. Ferner wird gelehrt, daß diese Recht in der Offenbarung verankert sei, es verschweigt allerdings, wo in der Offenbarung Gott das Recht garantiert, zu glauben und zu praktizieren, welche Religion immer man möchte.

Das II. Vatikanum lehrt in Dignitatis humanae:

Das Vatikanische Konzil erklärt, daß die menschliche Person ein Recht auf Religionsfreiheit besitzt. Die Menschen müssen frei vom Zwang sein von Individuen, sozialen Gruppen und jeder menschlichen Einwirkung und daß niemand bzgl. der Religion gezwungen werden darf, weder pivat noch öffentlich, weder allein noch in jeder beliebigen Gemeinschaft.

Manche versuchten, das Konzil zu verteidigen und sagten, daß hier lediglich die Schwertmission verboten würde. Diese ist von der Kirche stets verboten worden. Daß dies nicht die Intention des Konzils war kann man leicht erkennen:

Die Freiheit oder Immunität von Zwang in religiösen Angelegenheiten, mit der jede Person oder Individuum ausgestattet ist, wird als Recht angesehen, auch wenn sie als gesellschaftliches Wesen betrachtet werden. Religiöse Gemeinschaft ist ein Erfordernis sowohl der sozialen Natur des Menschen als auch der Religion als solcher.
Vorausgesetzt, daß die angemessenen Forderungen der öffentlichen Ordnung beachtet werden, können religiöse Bewegungen Freiheit beanspruchen, sich nach ihren eigenen Maßstäben selbst zu verwalten, Gott in öffentlichem Gottesdienst zu ehren, mit ihren Mitgliedern zusammenzuarbeiten und ihre eigenen Regeln schaffen und anzuwenden.
Religionsgemeinschaften haben das Recht, nicht gehindert zu werden, weder durch rechtliche Anordnungen, noch durch polizeiliche Maßnahmen, auch nicht bei der Auswahl, Ausbildung und Ernennung ihrer eigenen Religionsdiener, bei der Zusammenarbeit mit Religionsbehörden im Ausland, bei der Errichtung von Gebäuden für religiöse Zwecke und beim Erwerb von Grundstücken etc. Religionsgemeinschaftn dürfen bei der öffentlichen Lehre nicht behindert werden, weder schriftlich noch mündlich.

Diejenigen von uns, die in den USA leben, wo Religionsfreiheit als geheiligtes Verfassungsprinzip gilt, neigen dazu, das Negative in diesen Worten zu sehen. Wenn wir das Wort „Religionsfreiheit“ mit „Abtreibung“ austauschen, wird die Angelegenheit klarer: „Dieses Vatikanische Konzil erklärt, daß die menschliche Person ein Recht auf Abtreibung habe. Abtreibungskliniken sind ein Erfordernis der sozialen Natur sowohl des Menschen als auch der Abtreibung selbst.

Unter der Voraussetzung, daß die gerechten Forderungen der öffentlichen Ordnung eingehalten werden, beanspruchen Abtreibungskliniken zu Recht die Freiheit, sich nach ihren eigenen Normen zu regieren, Abtreibungen wo auch immer durchzuführen, ihre Mitglieder bei der Abtreibung zu unterstützen, sie durch Unterweisung zu stärken und Institutionen zu fördern in denen sie sich zusammenschließen können, um ihr Leben nach ihren Abtreibungsgrundsätzen zu ordnen.“

Muß ich fortfahren? Es sollte hier darauf hingewiesen werden, daß, so abscheulich ein Verbrechen wie Abtreibung ist, die Ausübung einer falschen Religion in Gottes Augen weit abscheulicher ist und seinen heiligen Rechten direkt widerspricht. Es ist nicht zu vergessen, dass Gott in Exodus 32 die Tötung all derer befahl, die an der Anbetung des goldenen Kalbes teilgenommen hatten und die dieses nicht bereuten. Die Zahl der Getöteten betrug 23.000. Dieses bedeutsame Ereignis sollte dem hebräischen Volk die Notwendigkeit demonstrieren, der wahren Religion zu folgen und falsche Religionen zu meiden. Gemäß den Prinzipien des Zweiten Vatikanischen Konzil hätte Moses die Religionsfreiheit des Goldenen Kalbes verkünden müssen.

Die Religionsfreiheit, wie sie das II. Vatikanum lehrt, ist eine verritable Häresie. Sie wurde von Papst Pius IX. feierlich als gegen die Schrift gerichtet verurteilt. Außerdem hielt Erzbischof Lefebvre die Religionsfreiheit für eine Häresie. Er sagte genau dies zu Fr. Cekada bei einem Abendessen Gespräch in Oyster Bay.

Ekklesiologie

Die dritte Häresie des II. Vatikanischen Konzils ist die neue Ekklesiologie. Unter Ekklesiologie verstehen wir die Lehre der Kirche über ihre eigene Natur, d.h. ihr Wesen und ihre Eigenschaften. Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt eine falsche Ekklesiologie. Sie ist in Lumen gentium enthalten.

Das traditionelle Dogma der katholischen Kirche ist, daß die katholische Kirche und nur sie die einzige wahre Kirche Christi ist und daß daher jede Wesenheit außerhalb ihrer selbst eine falsche Religion ist. Dazu gehören auch jene schismatischen Religionen des Ostens, die ein gültiges Priestertum und gültige Sakramente haben mögen. Wenn Sie vom Zentrum abgeschnitten sind - dem Papst - sind sie nichts als ein toter Zweig, der vom Rebstock gefallen ist.

Das Zweite Vatikanische Konzil änderte diese Doktrin, um andere christliche Konfessionen in die Kirche Christi aufzunehmen, indem es sagte, daß die Kirche Christi als organisierter Körper in der katholischen Kirche subsistiert.

Was bedeutet dieses ‚subsistit‘? Das Bestehen ist eine Vollkommenheit eines Dinges, wobei es für sich allein und nicht in etwas anderem existiert. Zum Beispiel kann eine Farbe nicht alleine existieren, sondern muß immer in etwas anderem existieren, z. B. Farbe, eine Blume, ein Stoff. Dieses „etwas anderes“ muß seine eigenen Subsistenz haben.

Wenden wir dies auf die Ekklesiologie an, wenn die Kirche Christi nicht von selbst besteht, sondern in etwas anderem bestehen muß, bedeutet das, daß die Kirche Christi sich wirklich von dem unterscheidet, worin sie besteht, nämlich daß sie von Natur aus zwei verschiedene Dinge sind. Das bedeutet, daß die Kirche Christi nicht die katholische Kirche ist und daß die katholische Kirche nicht die Kirche Christi ist. Wenn sie von Natur aus nicht zwei verschiedene Dinge wären, dann wären sie dasselbe, und es wäre notwendig zu sagen, daß die Kirche Christi die katholische Kirche ist, was genau das Dogma der katholischen Kirche ist.

Die „subsist in“ -Doktrin bedeutet auch, daß die Kirche Christi in etwas anderem bestehen kann, wie zum Beispiel in der lutherischen Kirche.

Während diese Lehre Wunder für die Häresie der Ökumene und der Religionsfreiheit bewirkt, zerstört sie die Lehre der Kirche, daß die katholische Kirche ausschließlich die Kirche Christi ist und umgekehrt. Die Kirche Christi und die katholische Kirche sind ein und dasselbe, und zwar ausschließlich, so dass sich keine andere „christliche“ Organisation in irgendeiner Weise die Kirche Christi nennen kann. Der einzige geeignete Name für sie ist eine häretische oder schismatische Sekte.

Kollegialität

Vierte Häresie des II. Vatikanischen Konzils ist die Kollegialität. Diese Lehre, die auch in Lumen gentium enthalten ist, besagt, daß das Subjekt (Besitzer) der höchsten Macht in der Kirche das Bischofskollegium ist. Hören Sie dem Vatikanum zu:

„Die Ordnung der Bischöfe, die dem Apostelkollegium nachfolgt und diesem apostolischen Körper das Fortbestehen gibt, ist auch das Subjekt der höchsten und vollen Macht über die universale Kirche, vorausgesetzt, wir verstehen diesen Körper zusammen mit seinem Haupt den römischen Papst und niemals ohne diesen Kopf.“

Das ist Häresie. Denn die katholische Kirche lehrt, daß der Papst das Oberhaupt der katholischen Kirche ist. Hören wir dem Konzil von Florenz zu: „Wir definieren ebenfalls, daß der heilige Apostolische Stuhl und der Papst das Primat in der ganzen Welt innehaben und dass der Papst selbst der Nachfolger des seligen Petrus, des Apostels, ist der wahre Stellvertreter Christi, und er ist das Oberhaupt der ganzen Kirche und der Vater und Lehrer aller Christen; und daß ihm die volle Macht des Heiligen Petrus von Unserem Herrn Jesus Christus gegeben wurde, um die universale Kirche zu regieren; so wie es in den Akten der ökumenischen Konzilien und in den heiligen Kanonen enthalten ist.“[1]

Papst Pius VI. verurteilte diese Lehre: „Alle Bischöfe zusammen und in einem Körper regieren die gleiche Kirche, jeder mit voller Macht.“

Einige versuchen, das Zweite Vatikanische Konzil vor dem Vorwurf der Häresie zu retten, indem sie sagen, das Vatikanum habe erklärt, daß der Papst das Oberhaupt des Kollegiums ist und daß es ohne ihn nicht handeln kann. Aber das bewahrt es nicht vor Häresie, weil der Papst in diesem Fall einfach ein Mitglied des Bischofskollegiums wird und nur eine Bedingung ihrer Macht, aber nicht die Quelle ihrer Macht.

Andere versuchen, die Synode zu retten, indem sie darauf hinweisen, daß das Dokument sage, daß der Papst das Oberhaupt der Kirche ist: „Kraft seines Amtes, das heißt als Stellvertreter Christi und Hirte der ganzen Kirche, hat der Papst vollen, höchste und universale Macht über die Kirche.“

Dies ist jedoch ein vergeblicher Versuch. Keine Organisation kann zwei Köpfe haben, zwei oberste Gesetzgeber. Zum Beispiel ist es unmöglich, daß sowohl der König als auch das Parlament der oberste Gesetzgeber sind. Einer muß das letzte Wort haben, diesem muß der andere untertan sein. König Karl I. von England verlor seinen Kopf, als er die Vorherrschaft des Königs über das Parlament wahrte.

Wieder andere versuchen, die Synode zu retten, indem sie die Vorbemerkung der Erklärung (Nota Prævia) zitieren, doch das ist sinnlos, da diese Bemerkung nicht Teil des von den Bischöfen angenommenen Dokuments ist. Der modernistische Theologe Yves Congar konnte dies schnell feststellen, als er beim Konzil war. Außerdem gibt es in der Nota Prævia nichts, was die Häresie in dem Dokument aufhebt.

Die katholische Lehre besagt, daß der Papst als Oberhaupt der Kirche die Bischöfe zu einem Konzil einladen kann, an dem sie mit seiner Zustimmung an seiner Macht teilhaben, die Kirche zu regieren. Abgesehen von diesen allgemeinen Konzilien ist die Autorität der Bischöfe jedoch auf ihre Diözesen beschränkt.

Die Macht, die Diözese zu regieren, kommt von Christus, wird ihnen aber durch den Papst vermittelt, der ihnen jederzeit die Macht entziehen kann. Papst Pius XII. lehrte in der Enzyklika [2]: „Aber bei der Ausübung dieses Amtes sind die Bischöfe nicht völlig unabhängig, sondern sie unterstehen der rechtmäßigen Autorität des Papstes, obwohl sie die gewöhnliche Gerichtsgewalt genießen.

Zusammenfassung

Bischof Fellay verkauft sich an die Modernisten des Vatikanums. Vor ungefähr einem Jahr sagte der Vatikan der FSSPX, daß es keine Hoffnung auf Versöhnung geben könne, wenn die SSPX das II. Vatikanische Konzil und das Lehramt des Zweiten Vatikanums nicht akzeptiere. Wenn er sagt, daß es im II. Vatikanischen Konzil keine Häresie gibt, sagt Bischof Fellay, daß das II. Vatikanische Konzil orthodox, das heißt katholisch, ist und den katholischen Glauben nicht beleidigt.

Wenn das so ist, was haben wir dann in den letzten fünfzig Jahren gemacht?

Bischof Fellay verkauft sich auch in der Frage der neuen Messe. Bischof Fellay macht diese bemerkenswerte Aussage: „Nicht jede neue Messe ist direkt ein Skandal, aber die wiederholte Feier der Neuen Messe führt zu einer Schwächung oder sogar einem Verlust des Glaubens.“

Frage: Wie kann es kein Skandal sein, wenn es zu einem Glaubensverlust führt? Wie könnte eine unfehlbare und unzerstörbare Kirche, die Kirche Christi, die vom Heiligen Geist, der Säule und dem Grund der Wahrheit, wie Paulus es nennt, unterstützt wird, weltweit einen Ritus ausüben, der zum Verlust des Glaubens führt? Die Aussage von Bischof Fellay fällt unter das Greuel des Konzils von Trient: „Wenn jemand sagt, daß die Zeremonien, Gewänder und äußeren Zeichen, die die katholische Kirche bei der Feier von Messen verwendet, Anreiz zur Gottlosigkeit sind und nicht die Dienste der Frömmigkeit er sei anathema.“

Bischof Fellay erklärt im selben Interview, daß die traditionelle Messe wie eine silberne Trompete ist, während die Neue Messe wie eine Blechtrompete sei:

Ich sage nur, wenn Sie ein Staatsoberhaupt empfangen und die Wahl zwischen einer silbernen Trompete und einer Blechtrompete haben, würden Sie die Blechtrompete wählen? Das wäre eine Beleidigung. Man würde es nicht tun. Auch die besten Neuen Messen sind wie Blechtrompeten im Vergleich zur traditionellen Liturgie. Für Gott würden wir das Beste wählen!

Die einzige Schlußfolgerung aus dieser Aussage ist, daß die Neue Messe eine katholische Messe ist, aber sie sei nur der traditionellen Messe unterlegen. Schließlich sind es beide Trompeten! Das Silber ist nur schöner als das Blech. Ich denke, eine bessere Analogie wäre gewesen, die Neue Messe nicht mit einer Blechtrompete zu vergleichen, sondern mit einem riesigen Elefanten, der Gas abläßt.

Bischof Fellay war bis vor kurzem der Leiter der Organisation, die vorgibt, das Bollwerk der Tradition zu sein, die einzige Hoffnung der katholischen Gläubigen, die vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil und seinen Reformen geschützt werden müssen. Dennoch ist er in Bezug auf die Prinzipien des Widerstands gegen das Zweite Vatikanum verwirrt. Auf der einen Seite sagt er, daß die Neue Messe den Glauben schwächt oder zerstört - was bedeutet, daß sie Gift ist - und dann ein paar Zeilen später sagt, daß es eine Blechtrompete und keine silberne ist, was anzeigt, daß es nur einen qualitativen Unterschied zwischen den beiden Messen gibt.

Deshalb freuen wir uns über unsere Trennung von der SSPX im Jahr 1983. Wir sahen die Keime dieser völligen theologischen Verwirrung, diese Theologie à la Maxine Waters, und wollten keinen Teil davon. Wir sind zwar klein im Vergleich zur SSPX, aber wir sind nicht verwirrt. Wie Garrigou-Lagrange es ausdrückt: „Eintausend Idioten sind nicht gleich einem Genie.“ Ebenso sind tausend verwirrte Priester nicht gleich einem Priester mit klarem Kopf.

Verweise




Einzelnachweise

  1. Dekret für die Griechen, 6. Juli 1439
  2. Mystici Corporis